turEin Vorhaben stand am Anfang: die Frage „Wozu?“ – „Wozu mach ich das? Was bringt mir das?“ – will ich komplett aus meinem Denk- und Sprechvorrat streichen. Ein Hobby bringt nicht das, was zum Beispiel ein jahrelanges Studium, das Eröffnen eines Geschäftes oder das Bauen eines Hauses bringt. Man wird weder reich noch rettet man die Welt damit. „Wozu?“ – das will ich nicht mehr beantworten, denn diese Frage nach einem vermeintlichen Sinn sorgt meist nur für Stillstand.
Ich will nicht still stehen, ich will mich bewegen. Durch die Welt. Ich will Türen öffnen, machen, tun, dabei sein.
„Wozu?“ habe ich mich nicht gefragt, als ich vor etwas mehr als einem Jahr von der  Knipserei zu intensivem Fotografieren(lernen) kam. Ich habe einfach losgelegt, mir eine Kamera zugelegt, viel über Fotografie und Technik gelesen, Kurse besucht und gespürt, wozu ich fotografiere: zum Entspannen, zum Weltentdecken, zum Innehalten im Alltag, zum Durchatmen, zum Geschichten erzählen, zum Fantasie anregen; zum Abtauchen in eine Welt direkt vor der Haustür voller neu zu entdeckender Details und Momente.
„Vor der Haustür“ – das meine ich wörtlich, aber auch ausgedehnt auf einen Radius von… sagen wir mal: 100 km. Also alles, was mit dem Auto in einer recht bequemen Tagestour zu erreichen ist.

hbo_1515Den Anspruch, technisch perfekte und immer nachbearbeitete Fotos zu machen, habe ich (noch) nicht. Ich experimentiere und lerne noch viel, auch wenn ich in meiner Art zu fotografieren durchaus eine Art „roten Faden“ erkenne. Mir ist wichtig, „echte“ Fotos zu machen, in natürlichem Licht nichts oder nur wenig zu stellen. Mir ist wichtig, genau hinzusehen, mir Zeit zu nehmen, ruhig zu werden, offen zu sein bevor und während ich fotografiere.
„Wozu?“ will ich mich auch jetzt nicht fragen, wo ich anfange zu bloggen. Dennoch sucht mein Geist nach möglichen Antworten: Vielleicht, um eine Plattform zu finden, meine Fotos zu zeigen, mich auszudrücken, um Kontakte zu knüpfen, um meine Neugier auf das Medium Blog zu befriedigen, um meiner Lust aufs Lernen nachzugehen, um eine Winterbeschäftigung zu haben;-)… vielleicht auch nur, um die Frage „Wozu?“ zum Schweigen zu bringen und einfach eine Tür zu öffnen und zu sagen: „Hallo Welt, da bin ich!“

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9 Gedanken zu “Auftakt: „Hallo Welt!“

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