Fotografie. Eine kleine Serie zum Thema „Masse“ aus dem Archiv (die meisten Fotos vom letzten Jahr, noch mit meiner ersten Spiegelreflex)… Beim Bearbeiten und Zusammenstellen der Fotos stellt sich mir heute die Frage: Wirken Fotos in Farbe schnell viel trivialer als Schwarzweiß-Fotografie?

Eigentlich mag ich (leicht) unterbelichtete Fotos mit gesättigten, vornehmlich dunklen oder kräftigen Farben und bei dieser Serie fand ich zunächst bei jedem Einzelbild auch die Farbgebung wichtig. Jetzt, da ich die Fotos als Serie zusammenstelle, bin ich nicht sicher,  ob sie in Farbe wirklich „besser“ ist; ist die Farbe hier wichtig? … … Oder kommt mir das nur so vor, weil ich die Fotos heute vielleicht doch ganz anders machen würde😉?

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11 Gedanken zu “„Viel, mehr, am meisten“

  1. S/W hat man früher oft mit Filtern gemacht, damit man die Farben im Bild besser unterscheiden kann. Grün und Rot wird in S/W zu einem Grau – ja beiden Farben haben den gleichen Lichtwert. Mehr zu dem Thema findest du hier …

    http://www.seh-n-sucht.de/BLOG/2178-graustufen-narzissen/

    Daher gehe ich in der Bearbeitung der S/W Bilder heute hin und nutzt die Farbregler, in diesem Fall die Luminanz der Farben. Wenn Du LR oder PS hast, dann kannst Du dir das kostenlose Tool Nik-Filter laden – darin findet sich SilverEfex – ein Tool um S/W Bilder zu erstellen – das hat auch diese Filterfunktion für Farben.

    Bei dem ersten Bild mit den hellen und dunklen Beeren sind die Farben gut getrennt. Das Bild lebt. Bei den Holzstämmen ist es auch noch so.

    Die anderen sehen für mich – für mein Empfinden – ein bisschen traurig aus – leblos.

    Aber jeder von uns mag Bilder anders. Du schreibst ja, dass du sie gerne unterbelichtet magst. Ich würde schauen, dass Licht in die Bilder kommt, die Histogramme auch den rechten Teil nutzen und über die Entwicklung versuchen das ganze Spektrum der Grautöne zu nutzen um mehr Leben hinein zu bringen. Du schließt mit dem Histogramm und Deiner Art die hellen Töne aus. So machen wir es alle anders und mein Bild ist nicht mehr Dein Bild.

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    1. Danke, Birgit, für das ausführliche Feedback. Du hast Recht, dass es jeder anders macht und jeder einen anderen Geschmack hat, aber dass die von dir genannten Bilder etwas leblos wirken, finde ich mit deiner Begründung ganz gut auf den Punkt gebracht… jetzt weiß ich selber, was daran so fehlt… wie gesagt, insgesamt sind es ältere Fotos und ich würde heute schon anders drangehen… fand es trotzdem interessant, dazu Feedback zu bekommen und sie deswegen auch hier zu zeigen… ich denke, wir müssen uns alle auch nicht für frühere Arbeiten schämen und damit verstecken… ist doch spannend, wenn man daran Entwicklungen sehen und aus „Fehlern“ oder nicht so gut gelösten Situationen etwas lernen kann – dafür bin ich auch hier

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  2. Generell finde ich, dass bei S/W mehr das Augenmerk auf Kontraste und Strukturen fällt. Farbe zur Ablenkung fehlt halt. Generell ist es so, dass ich nicht jedes Bild in S/W brauche – ok – früher ging das nicht anders – man es vielleicht auch anders – anderes Licht – fotografieren würde und die Umsetzung eines Farbfotos in S/W nicht immer ganz leicht ist.

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  3. Es gibt Bilder, die sind in meinen Augen prädestiniert für sw. Etwas, das Strukturen hat, ebenfalls starke Kontraste sind sehr geeignet. Ich hatte mal eine Aufgabe, Food in sw, das geht selten gut. Etwas essbares sollte farbig sein. Der Holzstapel ist toll in sw, den Herbst-Blättern geht die Wärme verloren. Schwarz-weiß heißt bei mir viel Feintuning in LR. Architektur zB schreit oft nach sw. und manchmal meint man das wirkt doch nicht in sw und ist ganz positiv überrascht. Ich musste das alles lernen und das ist noch nicht so lange her 😉

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  4. Ich finds total gut, dass Du so aktiv dabei bist und mich freuts für Dich, dass Du auch sinnvolle Kommentare bekommst. Und Du die dann auch annehmen kannst… Ist gar nicht so einfach, ich muss mir da selbst an die Nase fassen 😉 Wichtig ist es weiterzumachen, ein bisschen was anzunehmen und auch mal ignorieren, die Mitte machts 😉 Die Nüsse, die Stämme und die Beeren find ich sehr gelungen. Die beiden anderen könnten Kontrast vertragen. Aber sie passen zum Thema S/W, von daher ist ja alles gut 😉

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    1. Ja, das ist schon richtig: die Mitte zwischen Kritik annehmen, aber auch ablehnen und sein Ding machen ist wichtig…
      Ich hab wirklich Glück, dass sich hier nette Kommentatoren tummeln, da fällt das Annehmen, aber auch Aussortieren leichter… … Mit fieser Kritik hatte ich bisher glücklicherweise noch nichts zu tun…

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