hbo_5393Fotografie. Inspiriert von der aktuellen Aufgabe der Playdates habe ich mich mit der Reduktion in der Fotografie beschäftigt. Auch bei Robert Mertens habe ich dazu wieder nachgelesen und mir Anregungen geholt. Bei dem Thema Reduktion steht schnell die „Farbe“ Weiß im Mittelpunkt. Da ich eigentlich eher der „Dunkeltyp“ bin, habe ich auch mit Schwarz zum Thema Reduktion experimentiert. Weiß ist aber einfach anders und auf seine Art besonders.

Robert Mertens fragt in seinem Buch „Der eigene Blick“, was Weiß sei. „Ist es eine Farbe, eine Nichtfarbe oder die Möglichkeit, sich zu einer Farbe zu entwickeln? (…) Oder ist Weiß gleichbedeutend mit Stille und Leere (…)?“

Ich fand es sehr spannend, dass es schwer ist, wirklich Weiß zu fotografieren. Es scheint sich oft eine Farbe daraus entwickeln zu wollen. Was mir thematisch und inhaltlich sehr gut gefällt ist, dass ein Foto mit großem Weißanteil Ruhe ausstrahlt und Stille. Ein Foto mit großem Schwarzanteil ist für meinen Geschmack nicht so ruhig, da entsteht trotz ähnlichem Aufbau mehr Spannung.

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7 Gedanken zu “Reduktion

  1. Als Tipp zu: „Ich fand es sehr spannend, dass es schwer ist, wirklich Weiß zu fotografieren.“ – es gibt einen Weißabgleich und eine Belichtungszeit – beides kann dazu beitragen, dass Weiß weiß wird. Wenn Weiß blau, grau oder sonstwas wird, dann stimmt meist irgendeine Einstellung nicht – außer, man hat es so gewollt 😉

    Ich bin auch noch an dem Thema dran – es ist einfach so spannend 🙂

    LG, Birgit

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  2. Ah – mir fällt noch was ein – wenn der Bildschirm nicht richtig kalibriert ist, dann kann Weiß auch zu allem möglichen werden und andere sehen die Bilder, die Du als weiß siehst, womöglich in anderen Farben oder heller oder dunkler – Kalibrierung ist ein MustHave um überhaupt beurteilen zu können.

    LG, Birgit

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  3. Liebe Birgit, danke für das Feedback! Mir ist vollkommen klar, dass es einen Weißabgleich gibt – ich finde es aber gerade bei weiß spannend, dass es mit am schersten ist, diese Farbe wirklich einzufangen und dass Weiß selbst ein so großes Spektrum hat, eben an Weiß mit Blaustich, Graustich, Rotstich… was auch immer… ge,einhin denkt man erst mal, weiß ist einfach weiß… dass es das eben nicht ist und viele Nuancen hat, finde ich spannend… ich finde, es muss und soll ja auch gar nicht immer ganz reinweiß sein, was man dennoch als weiß bezeichnen würde… andere Farben überraschen nicht so in ihrer Komplexität… das ist es, was ich meinte… Ganz klar ist der Weißabgleich rein technisch gesehen eine Übungssache… und da bin ich auf jeden Fall auch noch auf dem Weg😃!
    (Bei dem Foto oben war ich nicht über das Nicht-Reinweiß überrascht… es sind ja sogar die kaffeeähnlichen Flecken sichtbar… hatte das Foto auch in s/w, das Weiß weißer, mich dann aber doch für diese leicht sepia angehauchte Variante entschieden… es ist weiß auf den ersten Blick, aber irgendwie dann doch nicht… …
    Was das „Weiß“ mit der Bildwirkung zu tun hat, fand ich ebenfalls spannend… die Ruhe, die es erzeugt… mal abgesehen von aller technischen (Nicht)Perfektion wirkt es schnell auf einer emotionalen (?) Ebene… das finde ich ebenso spannend…
    Also, halte mal fest: Weiß in der Fotografie ist spannend😉!

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  4. Ich kenn das mit dem Weiß und die Vielfalt die es an Farbstichen zu bieten hat. Von daher finde ich es sehr spannend und hilfreich, sich auch diesem Thema anzunähern und sich damit zu beschäftigen. Es gibt so viel zu berücksichtigen beim Thema fotografie… Aber ein Schritt nach dem anderen 😉

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  5. Die unterschiedliche Bildwirkung von großem Weiß- oder Schwarzanteil empfinde ich hier auch so wie du. Weiß macht auch „weich“ und hat oft etwas strahlendes. Schwarz ist immer düster und hart. Schwarz ist auch klarer. Zwar gibt es auch unterschiedliche Schwarztöne, aber nicht annähernd so viele wie beim Weiß. Man denke nur an das Abtönen weißer Wandfarbe……
    Dann kommt dazu, dass Weiß Licht anders absorbiert und reflektiert und unser Auge anders sieht als der Kamerasensor. In einem Raum mit roten Wänden wird das Weiß anders erscheinen, als in einem Raum mit blauen Wänden. Ja, Weiß ist spannend :-).

    LG, Conny

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  6. Das ist ja ganz konsequent umgesetzt – sehr spannende Idee!
    Ich muss echt auch ein wenig grinsen – denn ich tue mir nicht so leicht mit der Aufgabe – meine Umwelt ist einfach ziemlich voll gerade 😉 – Dein Ansatz ist verblüffend!
    Macht Spaß!

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