Experiment, Fotografie, Fotografie und Achtsamkeit, Gedanken, Menschen, Projekt, Serie

Selfie-Projekt

Fotoprojekt. Ich hasse es, wenn eine Kamera auf mich gerichtet ist. Es gibt eigentlich auch nur ziemlich wenige Fotos von mir. Und noch weniger, die ich mag. Das ist der erste Teil der „Geschichte“;-)…

Auf der Suche nach einer neuen „Foto-Aufgabe“, nach einem Projekt habe ich (wieder mal) in „Der eigene Blick“ von Robert Mertens gestöbert. Die erste Aufgabe darin ist ein Selfie-Projekt. Irgendwie hatte ich das Buch schon gefühlte 1000 Mal in der Hand, habe diese Aufgabe aber bisher wohl geflissentlich übersehen. Mmmmh, gerade ist bei mir aber einiges im Wandel, innerlich und auch äußerlich, dass ich die Projektidee diesmal wohl lesen „konnte“… und mir dachte, ich lass mich mal drauf ein;-)… So habe ich nun seit einem guten Monat immer mal wieder ein Selfie gemacht, ganz „klassisch“(weit weg vor sich halten – OMG, hoffentlich sieht mich dabei niemand) oder mit Selbstauslöser…

Ich werde wohl nie jemand werden, der darauf „brennt“ VOR der Kamera zu stehen. Ich bin es überhaupt nicht gewohnt, Fotos von mir zu sehen, fand es aber doch spannend, plötzlich ein paar Bilder in der Hand zu haben, von denen ich dachte: doch, das bin ich. Wo ich mir nicht fremd vorkam, mich nicht schämte, mich nicht so groß unterschied von dem, was ich selbst im Spiegel sehe – und dennoch sind die Fotos anders als ein Spiegelbild, nicht nur, weil sie nicht spiegelverkehrt sind.

Ich kann sogar sagen, dass ich es tatsächlich „entwicklungsförderlich“ fand, mich durch Fotos ergänzend mit dem Thema Selbst- und Fremdwahrnehmung, Innen und Außen auseinanderzusetzen.

Und frage mich, was macht es mit Menschen – vor allem jungen Menschen – die damit groß werden, immer wieder Selfies zu machen und anzuschauen? Ich kann gar nicht sagen, dass ich das schlimm oder verwerflich finde, es ist einfach nur anders und wird irgend etwas zur Entwicklung von Menschen beitragen, die ich so als Non-Digital-Native wahrscheinlich nie nachvollziehen können werde…

Auf jeden Fall kann ich dieses Projekt nur jedem kamerascheuen Fotografen ans Herz legen: es macht was mit einem;-)…

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Warten

walkMeditative Fotografie. Sich unvoreingenommen einer Situation stellen, planlos sein; einen Spaziergang machen, an einem Ort, den man nicht kennt. Neugierig sein, aufgeschlossen. Eine unbekannte Gegend erkunden, beim Warten aufs Auto in der Werkstatt. Motive entdecken, frische Luft atmen, sich frei fühlen. Das Warten genießen…

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Sarah

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Fotos mit Persönlichkeit. Nicht nur in der Fotografie ist Licht und alles, was ich damit verbinde, ein Thema für mich. Dieser Herbst war schon mit so vielen faszinierenden Lichtsituationen voll gespickt, dass ich wirklich froh bin, dass diesmal alles gepasst hat: das Licht, der Ort, die Zeit und eine bezaubernde Shooting-Partnerin.

Die Zeit flog nur so dahin. Sarah war so unkompliziert und offen für alle Ideen; ob sie mit High-Heels durch den Wald stöckeln musste oder mit Gänsehaut tapfer ausharrte, bis ich die Kamera eingestellt hatte, nichts war ihr zu viel.

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In einer knappen Stunde haben wir ziemlich viele Ideen umgesetzt, ohne uns jedoch zu hetzen… es „fluppte“ einfach zwischen uns:-).

Mein größtes Anliegen war es bei unserem Treffen, endlich auch mal eine Serie mit Lichterketten-Fotos zu machen. Ich bin ja eigentlich nie so der Fan von dem, was gerade „alle“ so machen, aber der Idee mit den Lichterketten konnte ich nicht widerstehen;-)…

Ein herzliches Dankeschön noch mal an Sarah: für deine unkomplizierte Art, dass das Anfangs-Chaos unseres Treffens das Shooting nicht beeinflusst hat, für das gemeinsame Umsetzen aller Ideen, fürs Frieren, fürs Lachen… für eine gute gemeinsame Zeit❤︎!

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Kloster-Spaziergang

Meditative Fotografie. Nicht weit habe ich es bis zum Kloster Marienstatt und so lag nach einem zähen Arbeitstag nahe, mit der Kamera bei einem Spaziergang zu entspannen;-)…

Da ich so gar nicht der „Weitwinkel-Typ“ bin, aber eins habe und es auch gerne sinnvoll nutzen können würde, habe ich zur Zeit das Objektiv auf der Kamera wann immer es geht…

Und irgendwie ist das gar nicht so weit weg von meiner Art zu fotografieren wie sonst, denn nah ran gehen kann man auch…

Was ich mag, ist die Weite, die ich sehe und empfinde und plötzlich auch (ansatzweise) zeigen kann oder viel aufs Bild bekomme, auch wenn ich nicht mehr weiter nach hinten gehen kann;-)… Und ich kann Dinge durchs Nahrangehen in Beziehung setzen zu weiter entfernten Objekten…

Es macht Spaß, „bekannte Wege“ immer mal wieder zu verlassen und zu experimentieren. marienstatt-13

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Big Wheels

Fotos mit Persönlichkeit. Manchmal stöbere ich in meiner Foto-Bibliothek und bekomme Lust, ältere Fotos noch einmal neu zu bearbeiten… Beim letzten Stöbern sind mir da noch einmal ganz besondere Fotos „in die Hände“ gefallen.

Die Fotos sind damals entstanden, damit der Hersteller Material hat, um Werbung für die Outdoor-Bereifung für Rollstühle zu machen. Mittlerweile sind die beiden schon länger eine kleine Familie. Natürlich ist es nicht Alltag für Laura mit dem Rolli am Flussufer zu stehen oder durch den Wald zu cruisen, auch wenn die Spezialreifen das möglich machen. Aber die Energie und die Message, die hier gezeigt wird, die ist jeden Tag real! Jeden Tag müssen für einfache und „normale“ Handlungen Lösungen gefunden werden – alleine, zu zweit, als Familie. Und das ist sicherlich genau so abenteuerlich wie mit dem Rolli am Flussufer zu stehen;-)…

Dabei ist Laura eher ruhig und zurückhaltend und wenn man Zeit mit ihr verbringt, tankt man einfach die positive Energie eines zufriedenen Menschen… mit einer Leichtigkeit scheint sie jedes Mal zu sagen: so viel ist möglich, wenn man liebe Menschen um sich hat, „will“ und dankbar ist für alles, was man hat;-)…

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Erster Satz II

Fotoprojekt. Nicole hatte sich einen Satz von mir „zuwerfen“ lassen und erneut mit Sätzen um sich „geschmissen“ für alle, die mochten. Natürlich wollte ich da auch noch mal einen haben… Fies war der erste Satz aus „Dark Places“ von Gillian Flynn und ich habe eine Weile darüber gebrütet… Entstanden ist letztendlich eine kleine Serie aus dem Satz:

„In meinem Innern haust eine Fiesheit, so real wie ein Organ.“

In seinem Buch „Der eigene Blick“ schlägt Robert Mertens diese Übung vor, ein Foto zum ersten Satz eines Buches zu machen. Ich finde diese Übung nicht leicht, aber wirklich inspirierend… Wer also Lust hat, weiter Sätze zu werfen, ich werfe gerne und lass mir gerne weitere zuwerfen;-)… …

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Wabi Sabi III

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„Wabi-Sabi ist die Wahrnehmung von Schönheit auch (oder gerade) in Dingen, die nicht schön sind, sondern alt, matt, verblichen, abgegriffen. Plakativ gesprochen, die Schönheit im Hässlichen.

Die Schönheit des Wabi-Sabi ist einfach und zurückhaltend, glanzlos, unverziert mit einer eher faltigen und rauen Oberfläche. Lieber Patina als Glanz. Charakteristische Eigenschaften wie Asymmetrie, Schlichtheit, Entsagung, Natürlichkeit, Tiefgründigkeit, Nicht-Unterwerfung und Innere Ruhe kommen hier zum Tragen.“       *klick*

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