Blogpause

Fotografie und Achtsamkeit. Im Moment fehlt mir etwas der richtige „Drive“ zum Fotografieren… Ideen habe ich eigentlich genug, aber es fehlt mir grad einfach das „Feuer“… eine kleine Fotoblog-Erschöpfung macht sich da breit… mir fällt auf, jetzt wo ich Pause mache und die Kamera selten zur Hand nehme, wie viel „Fahrt“ das Fotografieren und Bloggen aufgenommen hat… ich möchte das gerade nicht… ich brauche nichts, das mir „im Nacken“ sitzt, ich möchte, dass mir das Fotografieren Spaß macht, mich entspannt, mich die Welt entdecken lässt – in meinem Tempo… darum habe ich beschlossen, eine bewusste Blogpause einzulegen… mal mindestens bis Ende Januar… mal sehen…

Ganz aufhören tue ich natürlich nicht – auch in einer Blogpause nicht… zur Zeit führe ich Foto-Tagebuch und mache (fast) jeden Tag 4 bis 9 Fotos genauso wie kleinere Fotoaufträge, die ich habe… mal ganz ohne das Ziel, die Ergebnisse (flott) zu präsentieren… mal sehen, was sich daraus entwickelt…

Jetzt warte ich erst mal darauf, dass sich meine Flamme wieder entzündet;-)… FullSizeRenderAllen Followern, Lesern, Besuchern und Freunden wünsche ich eine schöne, entspannte Adventszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr:-)!!!

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Sonntags-Challenge

Fotoprojekt. Beim Sonntags-Frühstück habe ich meinem Mann begeistert davon erzählt, wie spannend ich das finde, wenn zwei Fotografen an einem Ort fotografieren. Mein Mann als totaler Fotografie-Muffel hat sich auf ein kleines Sonntags-Experiment eingelassen…

Wir stellten uns zu vier verschiedenen Uhrzeiten den Wecker. Wir hatten nichts Großes geplant und waren eigentlich den ganzen Tag zu Hause. Immer wenn der Wecker klingelte, haben wir unsere Tätigkeiten unterbrochen und ein Foto gemacht. Mein Mann sammelte Impressionen, ich hatte schnell einen roten Faden. Die jeweiligen vier Fotos haben wir dann abends einander präsentiert.

Den ganzen Tag über war ich sehr gespannt auf das Ergebnis. Bei zwei der Fotos von meinem Mann war ich dabei, als er sie gemacht hat, war aber dennoch sehr überrascht über die Ergebnisse, die ich dann abends gesehen habe.

Ein tolles Experiment… danke fürs Mitmachen, mein Lieber😘!

Street Art

Fotoprojekt. In der vorletzten Runde (diesen Jahres) der Magischen Mottos war das Thema: „Street Art“. Einen morgendlichen Gang durchs Industriegebiet, weil mein Auto in die Werkstatt musste und ich so zu Fuß zur Arbeit gehen durfte, habe ich genutzt, um das Thema umzusetzen. Ich dachte, auch in unserem „Kleinstadtidyll“ lässt sich da was finden… ein grandioser Sonnenaufgang schenkte dann noch besonderes Licht…

Meine DSLR hatte ich an diesem Morgen nicht dabei und ich habe einmal mehr gemerkt, dass die Kamera die beste ist, die man dabei hat;-)…

Schwarz und weiß gibt grau

ffFotografie und Achtsamkeit. Eine Wanderung an einem grauen Herbsttag auf dem „Fachwerkweg“ hat mich dazu inspiriert auf meiner Wanderung nach Dingen Ausschau zu halten, die schwarz-weiß sind.

Das war ein ganz gutes Vorhaben, denn in einem Herbstwald finden sich nicht so viele schwarz-weiß Dinge. An diesem Tag kam mir das sehr entgegen, weil ich zwar Lust hatte zu wandern, aber nicht so motiviert war zu fotografieren. Die Kamera wollte ich aber dennoch mitnehmen… Mir selbst dann einen roten Faden zu suchen, bewahrt mich davor, „wild“ herum zu knipsen und hilft mir gleichzeitig, meine Sinne zu schärfen…

Bei diesem Thema habe ich die Kamera tatsächlich nur selten vor meinen Augen gehabt. Der Herbsttag war ruhig, grau und auf den gut 14 Kilometern bin ich nur wenigen Menschen begegnet. Kaum ein Auto habe ich gehört – streckenweise bin ich durch nahezu gespenstische Stille gewandert… nur noch meinem eigenen Atem lauschend…ff-12

Part III: Being relaxed

Sandra-20Foto mit Persönlichkeit. Und wie das bei Shootings eben ist: irgendwann wird man immer entspannter, das Zusammenspiel gerät immer mehr in einen Flow, jeder weiß gut, was der andere von ihm möchte…

Vor und hinter der Kamera verteilt sich die Energie irgendwann gleichmäßig, man kommt in einen Flow aus Vorschlägen, Drauf-Eingehen, Anbieten… auf beiden Seiten…

Dass in der Halle, vor der wir fotografiert haben, gerade auch noch Soundcheck für eine anstehende Party war und der Tontechniker „Who wants to live forever“ durch die Anlage jagte, hat das ganze Setting insgesamt sehr atmosphärisch gemacht…

Danke noch einmal, liebe Sandra, für diesen fotomäßig ergiebigen Nachmittag, aber auch für die gemeinsame, wirklich schöne Zeit😊!

Part II: Being Ready

Sandra-7Foto mit Persönlichkeit. Nachdem es uns gelungen war, Fotos zu machen, die Weichheit und Verletzlichkeit zeigen, konnten wir „stärker“ werden;-)…

Manchmal kommen Worte so aus mir heraus und es ist gar nicht schwer, Texte zu meinen Fotos zu schreiben… diesmal fällt mir zu den Fotos nicht viel (eigener) Text ein… stattdessen kommt mir eine Liedzeile in den Sinn… immer und immer wieder…

The train is always on time, the trick is to be ready to put your bags down…

(Adam Cohen, „Put your bags down“)

Part I: Being Lost

SandraFoto mit Persönlichkeit. Diesmal habe ich eine langjährige, liebe Kollegin vor der Kamera gehabt. Sandra war offen für meine Ideen, so dass ich eine kleine Fotoserie – in drei Teilen – erstellen konnte und dafür bin ich sehr dankbar!

Was mich am meisten gefreut hat, ist, dass Sandra sich für unser Foto-Experiment komplett abgeschminkt hat. In meinen Augen ist sie eine bildhübsche Frau, die kein oder nicht viel Make-Up braucht. Ich bin kein Schmink-Gegner, aber manchmal ist eben „nude“ auch spannend;-)… Ich war sehr berührt, dass sie mir die Möglichkeit gegeben hat, sie ein wenig davon zu überzeugen und dass sie den Mut hatte, sich ihrer eigenen kritischen Betrachtung zu stellen…

Wieder einmal habe ich großen Respekt davor, sich vor eine Kamera zu stellen und sich (neu) zu entdecken und zu zeigen… Vielen Dank😘!

Im Leben sein

cloudysky-2Fotografie und Achtsamkeit. Seit ich intensiv fotografiere, denke ich immer mehr darüber nach, wann die Kamera mein Begleiter sein sollte und wann nicht. Gerade als ich die Kamera neu hatte, mich auch viel in die Technik „einfuchste“, hatte ich die Kamera eigentlich immer dabei. Es könnte ja sein, dass sich ein Motiv anbietet, das ich unbedingt fotografieren „muss“…

Das hat so langsam aber nicht nur meine Familie gestört sondern auch mich selbst… es war wie eine ständige „Jagd“… ich fühlte mich zunehmend als sei ich nicht mehr im Leben „drin“, sondern als jage ich Teile daraus, die ich festhalte… festhalte, um Technik zu üben, anschließend in Lightroom etwas zu entwickeln und gegebenfalls auch um etwas für einen Blogbeitrag zu haben… Wenn sich die vordatierten Blogbeiträge dem Ende zuneigten, war klar: die Kamera muss mit, ich brauch was Neues…

…ganz schön anstrengend… und eigentlich fotografiere ich doch zum Entspannen, zum Durchatmen… …

Mehr und mehr bin ich dazu übergegangen, die Kamera zu Hause zu lassen… oder sie eben mitzunehmen, aber dann weil ich fotografieren möchte, mich gezielt dem Fotografieren, Sehen, Entdecken und dem Dialog-mit-der-Welt-vor-der-Kamera widme… Wenn ich die Kamera zu Hause lasse, „fotografiere“ ich mit den Augen, mit dem Herzen… inhaliere ich das Leben…

Lichtgeschenk

WeddingFotografie und Achtsamkeit. Das erste Mal habe ich recht „herzlos“ fotografiert. Bei einem Workshop, mit dem ich mich auf meine erste anstehende Hochzeit vorbereiten wollte, ging das Fotografieren des bestellten Paares eher sehr sachlich, nüchtern und unemotional vonstatten. Das bin ich sonst nicht gewohnt und ich habe einmal mehr gemerkt, wie wichtig mir die Menschen vor meiner Kamera sind, wie wertvoll und wie gerne ich ihnen meine Zeit und volle Aufmerksamkeit schenke… Hier war das Fotografieren logischerweise „Fließbandarbeit“ und jeder Teilnehmer hatte nur wenig Zeit… aber das Licht war einfach ein Geschenk😊… Wedding-2