Eva

EvaFoto mit Persönlichkeit. Eva ist Fashion-Bloggerin. Ihr eigenes kleine Mode-Label „Nephtyis-Cat Couture“ steht für Bekleidung und Accessoires aus interessanten Stoffen oder Upcycling-Bekleidung. Sie schreibt „über Kreativität, das „selber machen“, nähen, Upcycling und  Konsumbewusstsein. Desweiteren findet man einige kostenlose DIY Anleitungen (Naturkosmetik /Nähen /Upcycling).“ Nach einem super-sympathischen Mail-Kontakt kam es ziemlich schnell zu einem Treffen. Ihr Anliegen war, Porträts von sich zu bekommen, auf denen sie als Eva, sie als sie selbst zu sehen ist.

Als wir uns für das Foto-Shooting getroffen haben, war Eva zu Beginn doch etwas unsicher und nervös – sehr verständlich😉! Es hat mir großen Spaß gemacht, zu sehen, wie sie nach und nach vor meiner Kamera auftauen konnte. Die Momente, in denen ich das Gefühl hatte: „Da war sie, die Eva!“ wurden immer häufiger und irgendwann wirkte sie richtig „frei“… Immer wieder blitzten all ihre Facetten auf: Selbstbewusstsein, Stärke, aber auch Unsicherheit, Zartheit und Zerbrechlichkeit. Sie zeigte sich lustig, verspielt, liebevoll, frech und keck, aber auch nachdenklich und versonnen.

Fotografie und Achtsamkeit. Auch und gerade in der Fotografie von Menschen nehme ich die Kamera in einer achtsamen Haltung in die Hand. Ich konzentriere mich darauf, ganz klar im Augenblick zu sein, stehe im Dialog mit meinem Gegenüber, verbal und nonverbal. Ich nehme eine offene Haltung ein für den Menschen vor mir, für die Umgebung und für den Menschen IN der Umgebung. Ich nehme mir Zeit, lasse mich auf den Menschen ein und versuche ein Gespür für ihn zu entwickeln. Ich versuche, nicht zu viel oder zu wenig zu reden; versuche, nicht durch Worte zu verunsichern, aber auch nicht durch fehlende Worte… Ich gebe positives Feedback und hole mir auch immer wieder Feedback ab. Das allerwichtigste ist für mich, dass sich der Mensch vor meiner Kamera mit mir im Dialog wohl fühlt!

Mein Gegenüber habe ich im Blick, aber auch mich selbst, so dass ich mit Bedacht handeln kann. Ich erkenne an, was ist. Widerstand, Unsicherheit, Bewertung – nehme das wahr und baue das ab. Damit möchte ich Raum schaffen und geben… In dem vermeintlich „unperfekten“ Menschsein liegt für mich die wahre Schönheit. Einen Teil von sich selbst im Gegenüber wiederzuerkennen, finde ich spannend…

Eva ist ein Mensch, der durch seine liebenswerte Art und sein großes Herz von innen heraus strahlt und wahrhaft schön ist! Ich danke Eva von ganzem Herzen für ihr Vertrauen und den wirklich schönen, spannenden und lehrreichen Nachmittag❤︎!

Erwachen… Ruhe…

StorchenschnabelFotografie und Achtsamkeit. Den lauen Abend genießen, die untergehende Sonne, das Vogelgezwitscher. Der Grill kühlt langsam ab, die Bäuche sind voll. Die im Frühlingsrausch erwachende Welt kommt langsam zur Ruhe, eine sanfte Brise streicht noch über die nackten Arme, die bloßen Füße auf den warmen Terassensteinen… der Abend senkt sich langsam über uns…

Im Schlossgarten

Schloss CrottorfFotografie und Achtsamkeit. Eine kleine Fototour, nur ich und meine Fototasche, zum Abschalten vom Alltag, zum Reinfinden ins Wochenende. Schon die Fahrt zum Schloss Crottorf durchs Wildenburger Land macht den Kopf frei: endlose Wiesen gelb gefärbt von Löwenzahn, die romantischen Alleen, nur vereinzelt Häuser, Gehöfte, …

An diesem Nachmittag ist kein Besucher im Schlossgarten außer mir. Ich kann ganz versinken ins Motivesuchen, Fotografieren, Objektiv wechseln, einen Schritt nach vorne gehen oder doch noch mal nach hinten rechts, den Oberkörper in Position bringen, das Knie versinkt im feuchten Gras… kann ganz verschwinden im Flow…

Fantasy

Fotografie und Achtsamkeit. Ich liebe Schnecken… Mich fotografisch auf sie einlassen bedeutet, die Augen zu öffnen und einen Gang runterzuschalten. SchneckenGerade diese Weinbergschnecke scheint einer Geschichte von Alice im Wunderland entsprungen zu sein und eine andere Zeit(be)rechnung zu haben… Schnecken-5Für mich sehen sie immer aus wie aus einer anderen Welt. Einer Welt voller Ruhe,…Schnecken-4…Gelassenheit, aber auch Witz und Neugier.Schnecken-3Eine Welt mit eigener Perspektive… Eine Welt, die nur zugänglich ist, wenn es ungemütlich wird und andere sich in ihren Häusern verkriechen…

Wiese statt Rasen

Blumenwiese-4Achtsamkeit. Wir haben eine Wiese, keinen Rasen. Von weitem sieht es schon aus wie ein Rasen…naja, fast, schließlich springt einen das Gelb des Löwenzahn schon irgendwie an;-)… Wenn ich mich allerdings hineinsetze oder -lege entdecke ich mehr als kleine, sauber gemähte, grüne Halme… Selbst die Disteln, die sogar ich eher als „fies“ bewerten würde, möchte ich mal wertfrei betrachten… und durch das Makro ihre Schönheit entdecken…

Verschmerzen

leipzigFotoprojekt. Langsam neigt sich die Fastenzeit dem Ende zu. In der sechsten Woche war ich auf der Suche nach etwas, das zu verschmerzen ist.

Dabei ist mir der Faktor „Zeit“ in dieser Woche immer wieder begegnet, vor allem da, wo es um Bewegung geht, um Vorankommen…

Achtsamkeit. Offensichtlich haben wir ganz oft das Gefühl, es geht erst „richtig los“, wenn wir an einem Ziel ankommen… dass wir aber auch schon „mitten drin“ sind, auch während wir warten, dass auch DAS unser Leben ist, scheint manchmal in Vergessenheit zu geraten… Wartezeiten sind scheinbar nicht zu verschmerzen, sind keine „richtige“ Zeit…

Ich bin glücklicherweise kein „Hektiker“, von Natur aus eher langsam😉 und habe nur selten Probleme mit Wartezeiten oder „Leerlauf“, aber ich kann solche Zeiten noch besser verschmerzen, wenn ich die Kamera dabei habe – dann kann ich mich immer beschäftigen, bin noch mal mehr IN der Zeit, im Leben, JETZT…

Jetzt geht es in die letzte Woche des Fasten-Fotoprojektes, die das Thema „wunderglauben“ für mich bereit hält.

Traumrunde

traumrunde siegengebirge-8Achtsamkeit. Endlich frei, der Kopf und das Herz schwirren aber noch. Runterkommen beim Wandern. In Bewegung sein, die Spannung aus dem Körper laufen, gleichzeitig Ruhe tanken. Bei den Höhenmetern ins Schwitzen kommen, meine Beine spüren. Oben den Weitblick genießen, begleitet sein von Vogelgezwitscher, eingehüllt in Dunst. In der Ferne höre ich Martinshörner, Hubschrauber, Autobahn – alles weit weg, ich weit weg… Weiterwandern. Hin und wieder das Rascheln von Mäusen und Vögeln im trockenen Laub. Ein Eichhörnchen. Meine Schuhe knirschen im Kies bei jedem Schritt. Ich höre meinen eigenen Atem, meine Gedanken… Langsam werden sie ruhiger…

Fotografie und Wandern. Schon oft bin ich im Siebengebirge gewandert, aber es ist schon eine Weile her, dass ich auf der Löwenburg war und auf dem Drachenfels. Ist immer wieder schön… Das Wetter war kein „schönes“ Foto-Wetter, aber ich wollte mich nicht von einem verhangenen, grauen Himmel entmutigen lassen, dennoch zu fotografieren… Der sonst recht gut besuchte Wanderweg und die „touristischen Sehenswürdigkeiten“ waren dafür richtig schön leer…

Seinlassen

Fotoprojekt. Schon die vierte Woche der Fastenzeit ist vorbei. Gedanken zum Bergfest: immer noch schaffe ich meine täglichen Spaziergänge, die richtig gut tun – gerade dann, wenn ich meine, ich habe eigentlich keine Zeit für „so was“… Ein wöchentliches Thema für ein Foto zu haben, macht nicht nur Spaß, sondern hilft dabei, meine Gedanken neben dem Alltagstrubel anders zu bündeln.

Diese Woche musste ich nicht lange überlegen, denn mir kam direkt mein alter Kater in den Sinn… wenn er nicht gerade nach Futter bettelt, ist er ein wahrer Meister im „die Welt-Seinlassen“.

In der nächsten Fastenwoche möchte ich die Überschrift „aufrichten“ fotografisch umsetzen.