Am Wasserfall

am wasserfallFotografie und Achtsamkeit. Ich frage mich, wie lange er dort stehen kann, der Reiher… unbewegt… als Beobachter von Stromschnellen ohne selbst ein Teil davon zu werden… Wasser, das ruhig, nichtsahnend dahinfließt, eine unbekannte Kraft spürt, sobald es dem Fallen näher kommt, aber immer noch ruhig ist, dann tost und braust, wirbelt und plätschert, durchgewühlt wird, kein Oben, kein Unten mehr kennt, schäumt, spritzt… irgendwann wird es wieder ruhiger… irgendwann…

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Was bedeutet der „.“?

Schloss Crottorf-2Fotografie. Was bedeutet der „.“ hinter Nahaufnahme? Genau wie im richtigen Leben müssen wir in der Fotografie Entscheidungen treffen. Und zwar viele… andauernd. Ich gehe in unterschiedlicher Haltung los zum Fotografieren: mal nehme ich unterschiedliche Objektive mit, mal habe ich kein Thema und schaue, was sich vor Ort ergibt; mal nehme ich bewusst nur eine Festbrennweite mit, die einfach manches Motiv ausschließt und mich automatisch begrenzt; manchmal gehe ich los und habe ein Thema und diszipliniere mich auch wirklich, nur dazu zu fotografieren und eben nicht noch alles, was mir interessant vorkommt… Jeder Weg ist möglich, bringt mich aber zu unterschiedlichen Ergebnissen… Mir dessen vorher bewusst zu sein, erleichtert mir auch schon die bewusste Entscheidung heute eben SO ans Fotografieren heranzugehen… Der „.“ erinnert mich daran, Entscheidungen zu treffen, zum Abschluss zu kommen, es gut sein zu lassen… nicht zu lange nachzudenken, sondern zu machen… 

Außerdem ist der Punkt etwas Kleines, scheint zunächst erst mal nicht wichtig zu sein… Aber das ist er! Er erinnert (mich) daran, auf die Details zu achten, auf die Kleinigkeiten, die Beiläufigkeiten…

Bei Klabauterfrau, bei der ich in einem Beitrag meinen Blog vorstellen durfte, habe ich auch darüber geschrieben… Ihr unterhaltsamer Blog ist einen Besuch wert; er ist so, wie sie sich selbst beschreibt: normal, chaotisch, anders, meer liebend, lebend, erfrischend… Besonders gern mag ich, dass sie offensichtlich auch jemand ist, der das Glück im Alltag und vor der Haustür sucht und auch findet, jemand, der irgendwie so ganz „normal“ ist und doch so besonders!!!😉

Weiblichkeit

Tulpe-2Fotografie. Viele kleine Mädchen tendieren dazu, sich sonderbarerweiser auch ohne Zutun der Eltern auf rosa Kleidung zu stürzen. Als ich mich fotografisch mit dieser Tulpe beschäftigte, empfand ich diese Blume als extrem „weiblich“… eine rote, gelbe oder weiße Tulpe habe ich nicht so empfunden… vielleicht haben Kinder einen intuitiven Zugang, den wir nicht mehr haben oder manchmal sogar leugnen wollen… ?

Selbstversuchen

Fotoprojekt. Die Überschriften der Fastenaktion von Andere Zeiten e.V. möchte ich fotografisch umsetzen… Hier das Ergebnis der zweiten Woche: HBO_5959

Selbstversuchen statt Googeln… Vor ein paar Wochen hatten wir 14 Tage lang Besuch aus China. Viel haben wir gelernt – über China, über unseren Gast, über Deutsch als Fremdsprache und über uns selbst. Kraniche, die ich sehr liebe, gelten in China als „Vogel des Glücks“. Es hat sich so ergeben, dass wir einmal in der Küche standen, während wir darauf warteten, dass der Reis gar wurde und einen Kranich falteten. In China gilt es als großes Geschenk, jemandem zum Geburtstag viele gefaltete Kraniche zu schenken oder sie als Mobile aneinandergereiht aufzuhängen.

Selbstversuchen statt Googeln… Ich wollte mir unbedingt merken, wie ein Kranich gefaltet wird, habe noch einen einzigen geübt, während unser Besuch da war, dann hatte sich das Thema Origami-Kranich auch wieder erledigt. Die gefalteten Kraniche standen bisher in der Küche im Regal, von Tag zu Tag unbeachteter. Wie man einen faltet, hatte ich natürlich schon wieder vergessen.

Selbstversuchen statt Googeln… Wenn wir etwas nicht wissen, googeln wir schnell… für das Foto hatte ich mir ganz bewusst als Experiment vorgenommen, einmal nicht zu googeln, sondern selber zu überlegen, zu tüfteln, zu experimentieren, mich zu erinnern, wie das noch mal war mit dem Falten. Über eine Stunde habe ich mich nun mit buntem Origami-Papier beschäftigt und den Kranichen. Es war wirklich eine Geduldsprobe, herauszufinden, wie er gefaltet wird…

Selbstversuchen statt Googeln… was habe ich heute gemacht? Habe ich über eine Stunde verschwendet, um ein Foto von ein paar gefalteten Kranichen machen zu können? Wäre alles schneller gewesen, wenn ich nach der Faltanleitung gegoogelt hätte…

Selbstversuchen statt Googeln… aber was habe ich dabei heute auch „erlebt“? Ich habe über eine Stunde hochkonzentriert im Garten am Tisch gesessen, die Frühlingssonne scheint mir auf den Kopf, die Vögel zwitschern, der Hahn von nebenan kräht, die Schäfchen blöken, meine Bienen summen, der erste Zitronenfalter ist vorbeigeflattert, leichter Wind weht, meinen Rücken halte ich noch mit einer Fleece-Decke warm… meine Hände gleiten über das quadratische Papier, drehen und wenden es, formen die Spitzen sorgfältig aus… ich freue mich, dass ich selbst herausgefunden habe, wie gefaltet wird… wahrscheinlich werde ich es so schnell nicht wieder vergessen… und natürlich wird dann auf der Wiese liegend gruppiert, drapiert, hin- und hergedreht, fotografiert… ich bin ganz im Einklang mit mir und der Welt…

Selbstversuchen statt Googeln… Kinder haben ganz schnell irgendwann den Drang alles selbst zu versuchen… Man darf bei nichts mehr helfen, sie wollen alles alleine machen… Wann verlieren wir das Selbstversuchen?

Steffi von Sunflowersdarling hat auch einen Beitrag zu „selbstversuchen“. In der dritten Fastenwoche soll die Überschrift „verbinden“ fotografisch umgesetzt werden.

Neugieren

Fotoprojekt. Die Überschriften der Fastenaktion von Andere Zeiten e.V. wollen fotografisch umgesetzt werden…

Neugieren – da ist etwas neu, da ist jemand neugierig, da ist die Gier nach etwas Neuem. Das Wort „Gier“ soll hier gar nicht negativ besetzt sein, sondern eher als „Hunger“… Hunger nach dem Neuwerden, sich Erneuern… nach dem neuen Leben… 

Die Tulpen haben die Mäuler weit aufgerissen. Gierig danach zu erwachen, zu wachsen, zu blühen… zu leben.

Auch der Mensch verspürt den Hunger, die Gier danach, neu zu sein… in neuem Kleid… 

 

Steffi von Sunflowersdarling hat auch einen Beitrag zu „neugieren“. In der zweiten Fastenwoche soll die Überschrift „selbstversuchen“ fotografisch umgesetzt werden.

Wandel(n)

hbo_5299Fotografie und Achtsamkeit. Heute beginnt die Fastenzeit. Auch ohne Konfession oder Bezug zur Kirche können das sieben sinnvolle Wochen sein. Tage und Wochen zum Wandel(n)… Ich werde ein Plus-Fasten machen, nicht verzichten, sondern mir ein „Mehr“ gönnen: ein „Mehr“ an frischer Luft, jeden Tag, mindestens 30 Minuten. Das lässt sich außerdem wunderbar mit der Fotografie verbinden😊.

Die sieben Wochen möchte ich also auch fotografisch nutzen. Der Verein Andere Zeiten e.V. bietet wie in den letzten Jahren immer eine begleitete Fastenaktion an. Dazu gibt es ein Begleitheft mit wöchentlichen Themen/ Überschriften, die ich so ansprechend finde, dass ich sie gerne in den kommenden Wochen fotografisch umsetzen möchte. Also noch ein „Mehr“ für die Fastenzeit: ein Mehr an Kreativität. Ich denke, es muss nicht immer der Verzicht sein, der uns weiterbringt. (Und während ich so vertieft in die Fotografie sein werde, werde ich sicherlich keine Schokolade naschen😉.) Ich arbeite lieber „hin zu…“ als „weg von…“, weil ich denke, dass ein „hin zu…“ gleichzeitig ein „weg von…“ ist, es mir aber Perspektiven eröffnet, die ich mit dem Gedanken an „weg von…“ nicht habe

hbo_5415Steffi von Sunflowersdarling ist als Projektpartnerin bei der Aktion dabei. Ihre Beiträge seht ihr auf ihrem Blog. Vielleicht hat ja noch jemand Lust, sich fotografisch in den sieben Wochen anzuschließen und seinen Beitrag in den Kommentaren zu verlinken? Die erste Woche steht unter dem Motto „neugieren“. Meinen Beitrag gibt’s immer bis spätestens zum nächsten Mittwoch mit dem neuen Wochenthema.

Seinen Geist leeren

 

hbo_4644Achtsamkeit. Der Winter ist oft die Jahreszeit, in der es mehr als sonst gelingt, sich der Achtsamkeitspraxis zuzuwenden und diese durch regelmäßiges Meditieren zu vertiefen. Da lag es nahe, auch mal das Buch von T.A.Hoffmann „Fotografie als Meditation“ zu lesen.

"Meditation und Fotografie haben mehr gemeinsam als man im ersten Moment glaubt: beides ist auf den gegenwärtigen Moment bezogen, beides erfordert einen höchsten Grad an Aufmerksamkeit, beides gelingt am besten, wenn der Geist leer und unvoreingenommen ist." (T.A.Hoffmann)

Behütet

hbo_4489Achtsamkeit und Fotografie. Ein Freund, den ich jetzt schon seit fast 16 Jahren kenne. An den ich als den „Jungen“ denke, den ich kennengelernt habe. Den ich immer noch sehe, wenn ich ihm gegenüberstehe. Mit viel Humor und Tiefgang. Den ich durch die Fotografie sehen kann, wie er JETZT ist. Ein Mann. Behütet. hbo_4496

Licht im Dunkel

hbo_4409Achtsamkeit. Achtsam die Dunkelheit erleben, zur Ruhe in ihr kommen, sich von ihr einhüllen lassen… Heute ist die längste Nacht des Jahres, ab morgen kommt das Licht langsam zurück😊!

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Ein Beitrag zum Blogventskalender 2016. Den nächsten Beitrag findet ihr bei Maria.