Andreas

Andreas-6Foto mit Persönlichkeit. Schon länger wollte ich gerne auch mal einen (fremden) Mann fotografieren. Das ist einfach anders als eine Frau vor der Kamera zu haben: das Posen, die Perspektiven, die Interaktion. Es ist aber gar nicht so einfach, ein „male model“ zu finden.

Ich hatte auch keine Lust, einfach nur irgend jemanden zu fotografieren, der sich selbst vielleicht ganz ansehnlich findet und gerne mal einfach seine Muskeln in die Kamera hält, aber wenig Charakter zeigt… … Als ich Andreas im Internet gefunden hatte und anfing, etwas „Recherche“ zu betreiben (schließlich kann ich mich als Frau alleine nicht mit einem über 1,90m Mann irgendwo treffen), war ich so fasziniert von ihm als Mensch, dass ich ihn anschreiben musste.

Andreas ist MMA-Fighter (aktueller Schwergewichtschampion der German MMA Championship) und Diplom-Sozialpädagoge. Als MMA-Fighter (bei Mixed Martial Arts wird ohne Handschuhe, Schuhe und Helm in einem Käfig gekämpft und es werden Techniken sämtlicher Kampfsportarten gemischt) ist er vielen Vorurteilen ausgesetzt. Er genießt es dann, sich als studierter Mann zu „entpuppen“ und auch noch als Pädagoge. Für ihn steht das jedoch nicht in einem Widerspruch… und wenn man ihn kennenlernt, versteht man das…

Andreas ist ein bärtiger Hüne, eine Ausnahmeerscheinung – an unserem Shooting-Tag sogar noch mit Veilchen. Als Fighter hatte ich ihn mir etwas furchteinflößend vorgestellt und mich innerlich zum Shooting-Treffen auch ganz groß gemacht😂. Er kann sicherlich  auch furchteinflößend sein… muss er aber nicht;-). Als wir direkt zu Beginn des Treffens ins Gespräch kamen – mit recht ähnlichen Berufen geht das schnell – und ich ihn mit seinem Hund Amaro erlebte, kamen auch schnell seine herzliche und äußerst soziale Seite zum Vorschein. Er ist ein Mann der Gegensätze, eine imposante Erscheinung, jemand, der Ruhe, Gelassenheit und ein gesundes Selbstbewusstsein ausstrahlt, jemand, der weiß, was er will, jemand, der etwas aus Überzeugung tut, für etwas brennt… eine wirkliche Persönlichkeit.

Ich bin zwar kein MMA-Fighter, kein Mann, kein Sportler, kein Sozialpädagoge, kein Hundebesitzer, kein Playstation-Zocker, kein Model, aber in ganz vielem von dem, was Andreas verkörpert, sehe ich wieder auch mich selbst … so wie immer, wenn ich mit Herz fotografiere;-)… …

Danke, Andreas, für die Zeit, die du dir genommen hast – auch nach so einem stressigen Tag;-)!

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Lichtgeschenk

WeddingFotografie und Achtsamkeit. Das erste Mal habe ich recht „herzlos“ fotografiert. Bei einem Workshop, mit dem ich mich auf meine erste anstehende Hochzeit vorbereiten wollte, ging das Fotografieren des bestellten Paares eher sehr sachlich, nüchtern und unemotional vonstatten. Das bin ich sonst nicht gewohnt und ich habe einmal mehr gemerkt, wie wichtig mir die Menschen vor meiner Kamera sind, wie wertvoll und wie gerne ich ihnen meine Zeit und volle Aufmerksamkeit schenke… Hier war das Fotografieren „Fließbandarbeit“ und jeder Teilnehmer hatte nur wenig Zeit… aber das Licht war einfach ein Geschenk😊… Wedding-2

Es war einmal…

Kommern-5…ein Besuch in vergangenen Zeiten, im Freilichtmuseum Kommern. Man kann das Freilichtmuseum auf so viele verschiedene Arten erleben… ich habe mich gegen die erwachsen-lesende und sich-informierende Art entschieden und bin stattdessen mit offenen Sinnen durch das Museum spaziert.

Vor allen Dingen bin ich riechend durch die verschiedenen Dörfer und Häuser gegangen und oft auch tastend. Einen tiefen Atemzug habe ich beim Durchschreiten einer jeden Tür genommen, wenn ich so ein altes Gebäude betreten habe. Erdiger, rauchiger Geruch der Eichenbalken hat mich empfangen und wohlig eingehüllt. Meine Hände immer wieder über altes Holz gleiten zu lassen oder auf die lehmverputzten Wände zu legen, war ein gutes, erdverbundenes Gefühl.

Und mit der Kamera in der Hand gehe ich natürlich sehend durch so ein Museum. An diesem sonnengesegneten Herbsttag haben mich besonders die Lichtspiele in den alten Häusern fasziniert. Nur kleine Fenster lassen Licht in die Stuben… das hat dann aber eine Intensität und Wärme, die wir mit großen Fenstern nur selten haben…

Teresa

Teresa-20Foto mit Persönlichkeit. Schon lange wollte ich Teresa, eine liebe Arbeitskollegin, fotografieren, konnte mich aber nie überwinden, sie zu fragen. Und dann habe ich es doch endlich gewagt😊… Teresa war spontan begeistert und hat zugesagt.

Sie ist nicht „nur“ äußerlich schön, sondern sie strahlt so sehr von innen, dass man augenblicklich in ihre Aura eintaucht, wenn man in ihrer Nähe ist. Das fasziniert mich unglaublich und ich wollte das auch gerne so gut es geht fotografisch sichtbar machen.

An dem Nachmittag als wir uns verabredet hatten, regnete und stürmte es, so dass ein Shooting draußen nicht denkbar war. Natürlich hatte ich auch ein paar Ideen als Alternative zu einem Outdoor-Shooting und Teresa hatte Lust, sich auf das Experiment mit Licht und Schatten einzulassen.Teresa-32

Besser hätte ein Shooting draußen gar nicht werden können. Bei mir zu Hause sind wir bei Kerzenschein oder gedimmtem Licht in eine so vertraute, ruhige, entspannte Atmsophäre eingetaucht, dass wir wie in einer Blase, in der es nur uns beide gab, Fotos machen konnten… Genauso hatte ich mir das auch von der „Chemie“ zwischen uns beiden vorgestellt…

Meinem Monatsmotto bleibe ich treu und zeige heute nur zwei Fotos, die an diesem Abend entstanden sind… Ich denke, wir werden das noch öfter machen;-)…

Ich danke Teresa von Herzen für ihre Offenheit, ihr Vertrauen und den wirklich schönen Abend! Danke auch, dass ich die entstandenen Fotos zeigen darf!

Isi und Lynn

Isi und Lynn-3Fotografie. Isi und Lynn hatten sich beim Bloggertreffen mit Markus eine kleine Inszenierung für uns überlegt. Bei sauna-ähnlichen Temperaturen schlüpften sie in Abendkleid und Anzug mit Hut und boten im Wohnzimmer von Isis Oma eine Art kleines „Theaterstück“… Und auch hier war das Licht wieder ein spannendes, fotografisches Thema…

Anschließend konnten wir mit beiden noch Einzelshootings starten und so langsam konnte gerade Lynn dabei auch raus aus den heißen Klamotten…

Es hat großen Spaß gemacht, zu sehen, wie wandlungsfähig die Mädels sind… wie albern und aktiv sie sind und sobald die Kamera auf sie gerichtet ist, sind sie ruhig, ernsthaft und fokussiert.

Ein Dank gilt da auch noch mal Isis Oma, dass wir in ihrem Wohnzimmer – einer wirklich tollen Location – fotografieren durften!