Sonntags-Challenge

Fotoprojekt. Beim Sonntags-Frühstück habe ich meinem Mann begeistert davon erzählt, wie spannend ich das finde, wenn zwei Fotografen an einem Ort fotografieren. Mein Mann als totaler Fotografie-Muffel hat sich auf ein kleines Sonntags-Experiment eingelassen…

Wir stellten uns zu vier verschiedenen Uhrzeiten den Wecker. Wir hatten nichts Großes geplant und waren eigentlich den ganzen Tag zu Hause. Immer wenn der Wecker klingelte, haben wir unsere Tätigkeiten unterbrochen und ein Foto gemacht. Mein Mann sammelte Impressionen, ich hatte schnell einen roten Faden. Die jeweiligen vier Fotos haben wir dann abends einander präsentiert.

Den ganzen Tag über war ich sehr gespannt auf das Ergebnis. Bei zwei der Fotos von meinem Mann war ich dabei, als er sie gemacht hat, war aber dennoch sehr überrascht über die Ergebnisse, die ich dann abends gesehen habe.

Ein tolles Experiment… danke fürs Mitmachen, mein Lieber😘!

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Street Art

Fotoprojekt. In der vorletzten Runde (diesen Jahres) der Magischen Mottos war das Thema: „Street Art“. Einen morgendlichen Gang durchs Industriegebiet, weil mein Auto in die Werkstatt musste und ich so zu Fuß zur Arbeit gehen durfte, habe ich genutzt, um das Thema umzusetzen. Ich dachte, auch in unserem „Kleinstadtidyll“ lässt sich da was finden… ein grandioser Sonnenaufgang schenkte dann noch besonderes Licht…

Meine DSLR hatte ich an diesem Morgen nicht dabei und ich habe einmal mehr gemerkt, dass die Kamera die beste ist, die man dabei hat;-)…

Im Tunnel

ffFoto mit Persönlichkeit. Auf meiner letzten Wanderung stand ich irgendwann vor dem Eingang eines Tunnels… es führte kein Weg daran vorbei, wenn ich nicht umkehren wollte.

Einen halben Kilometer lang geht es durch den Berg durch den ehemaligen Eisenbahntunnel. Der eigene Schritt hallt durch den menschenleeren Tunnel.

Irgendwie hat man ganz schnell ein mulmiges Gefühl… von Enge… von Verfolgtwerden… von unwissentlich Nicht-allein-Sein… das Rauschen des strömenden Regens dringt auf beiden Seiten sachte in den Tunnel ein… ein leichter Wind fängt sich immer mal wieder in den Haaren…

Vielen lieben Dank, Kristina, für das Ausharren in der Kälte – immerhin sind wir trocken geblieben😘!

Schwarz und weiß gibt grau

ffFotografie und Achtsamkeit. Eine Wanderung an einem grauen Herbsttag auf dem „Fachwerkweg“ hat mich dazu inspiriert auf meiner Wanderung nach Dingen Ausschau zu halten, die schwarz-weiß sind.

Das war ein ganz gutes Vorhaben, denn in einem Herbstwald finden sich nicht so viele schwarz-weiß Dinge. An diesem Tag kam mir das sehr entgegen, weil ich zwar Lust hatte zu wandern, aber nicht so motiviert war zu fotografieren. Die Kamera wollte ich aber dennoch mitnehmen… Mir selbst dann einen roten Faden zu suchen, bewahrt mich davor, „wild“ herum zu knipsen und hilft mir gleichzeitig, meine Sinne zu schärfen…

Bei diesem Thema habe ich die Kamera tatsächlich nur selten vor meinen Augen gehabt. Der Herbsttag war ruhig, grau und auf den gut 14 Kilometern bin ich nur wenigen Menschen begegnet. Kaum ein Auto habe ich gehört – streckenweise bin ich durch nahezu gespenstische Stille gewandert… nur noch meinem eigenen Atem lauschend…ff-12

Part III: Being relaxed

Sandra-20Foto mit Persönlichkeit. Und wie das bei Shootings eben ist: irgendwann wird man immer entspannter, das Zusammenspiel gerät immer mehr in einen Flow, jeder weiß gut, was der andere von ihm möchte…

Vor und hinter der Kamera verteilt sich die Energie irgendwann gleichmäßig, man kommt in einen Flow aus Vorschlägen, Drauf-Eingehen, Anbieten… auf beiden Seiten…

Dass in der Halle, vor der wir fotografiert haben, gerade auch noch Soundcheck für eine anstehende Party war und der Tontechniker „Who wants to live forever“ durch die Anlage jagte, hat das ganze Setting insgesamt sehr atmosphärisch gemacht…

Danke noch einmal, liebe Sandra, für diesen fotomäßig ergiebigen Nachmittag, aber auch für die gemeinsame, wirklich schöne Zeit😊!

Part II: Being Ready

Sandra-7Foto mit Persönlichkeit. Nachdem es uns gelungen war, Fotos zu machen, die Weichheit und Verletzlichkeit zeigen, konnten wir „stärker“ werden;-)…

Manchmal kommen Worte so aus mir heraus und es ist gar nicht schwer, Texte zu meinen Fotos zu schreiben… diesmal fällt mir zu den Fotos nicht viel (eigener) Text ein… stattdessen kommt mir eine Liedzeile in den Sinn… immer und immer wieder…

The train is always on time, the trick is to be ready to put your bags down…

(Adam Cohen, „Put your bags down“)

Part I: Being Lost

SandraFoto mit Persönlichkeit. Diesmal habe ich eine langjährige, liebe Kollegin vor der Kamera gehabt. Sandra war offen für meine Ideen, so dass ich eine kleine Fotoserie – in drei Teilen – erstellen konnte und dafür bin ich sehr dankbar!

Was mich am meisten gefreut hat, ist, dass Sandra sich für unser Foto-Experiment komplett abgeschminkt hat. In meinen Augen ist sie eine bildhübsche Frau, die kein oder nicht viel Make-Up braucht. Ich bin kein Schmink-Gegner, aber manchmal ist eben „nude“ auch spannend;-)… Ich war sehr berührt, dass sie mir die Möglichkeit gegeben hat, sie ein wenig davon zu überzeugen und dass sie den Mut hatte, sich ihrer eigenen kritischen Betrachtung zu stellen…

Wieder einmal habe ich großen Respekt davor, sich vor eine Kamera zu stellen und sich (neu) zu entdecken und zu zeigen… Vielen Dank😘!

Andreas

Andreas-6Foto mit Persönlichkeit. Schon länger wollte ich gerne auch mal einen (fremden) Mann fotografieren. Das ist einfach anders als eine Frau vor der Kamera zu haben: das Posen, die Perspektiven, die Interaktion. Die Möglichkeit, Ecken und Kanten herauszuarbeiten…

Von Andreas als Mensch, war ich direkt nach etwas Recherche im Internet fasziniert. Man findet viel über ihn und es fügt sich ein interssantes Bild zusammen, das die „Live-Version“ nur bestätigt;-).

Andreas ist MMA-Fighter (aktueller Schwergewichtschampion der German MMA Championship) und Diplom-Sozialpädagoge. MMA-Fighter (bei Mixed Martial Arts wird ohne Handschuhe, Schuhe und Helm in einem Käfig gekämpft und es werden Techniken sämtlicher Kampfsportarten gemischt) ist er vielen Vorurteilen ausgesetzt. Er genießt es dann, sich als studierter Mann zu „entpuppen“ und auch noch als Pädagoge. Für ihn steht das jedoch nicht in einem Widerspruch… und wenn man ihn kennenlernt, versteht man das…

Andreas ist ein bärtiger Hüne, eine Ausnahmeerscheinung – an unserem Shooting-Tag sogar noch mit Veilchen. Als Fighter hatte ich ihn mir etwas furchteinflößend vorgestellt und mich innerlich zum Shooting-Treffen auch ganz groß gemacht😂. Er kann sicherlich  auch furchteinflößend sein… muss er aber nicht;-). Er ist ein Mann der Gegensätze, eine imposante Erscheinung, jemand, der Ruhe, Gelassenheit, Herzlichkeit und ein gesundes Selbstbewusstsein ausstrahlt, jemand, der weiß, was er will, jemand, der etwas aus Überzeugung tut, für etwas brennt… eine wirkliche Persönlichkeit.

Ich bin zwar kein MMA-Fighter, kein Mann, kein Sportler, kein Sozialpädagoge, kein Hundebesitzer, kein Playstation-Zocker, kein Model, aber in ganz vielem von dem, was Andreas verkörpert, sehe ich wieder auch mich selbst … so wie immer, wenn ich mit Herz fotografiere;-)… …

Lichtgeschenk

WeddingFotografie und Achtsamkeit. Das erste Mal habe ich recht „herzlos“ fotografiert. Bei einem Workshop, mit dem ich mich auf meine erste anstehende Hochzeit vorbereiten wollte, ging das Fotografieren des bestellten Paares eher sehr sachlich, nüchtern und unemotional vonstatten. Das bin ich sonst nicht gewohnt und ich habe einmal mehr gemerkt, wie wichtig mir die Menschen vor meiner Kamera sind, wie wertvoll und wie gerne ich ihnen meine Zeit und volle Aufmerksamkeit schenke… Hier war das Fotografieren logischerweise „Fließbandarbeit“ und jeder Teilnehmer hatte nur wenig Zeit… aber das Licht war einfach ein Geschenk😊… Wedding-2