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Hier fotografiert und schreibt…

ich…Heidi, ’77, Hobbyfotografin, Achtsamkeitsübende, Das-Glück-vor-der-Haustür-Entdeckerin, Wanderin, Menschenbegegnerin, Leserin, Schreiberin, NaturGarten-und-Bienen-und-Katzen-und-Tiere-überhaupt-Liebhaberin, Beobachterin, Drachenbändigerin, Muthaberin und Mutmacherin, Alleinseinkönnerin, To-do-Listen-Liebhaberin, Verplant-sein-Hasserin, Grübelschleifenkennerin, Genießerin, Entdeckerin, Von-Kindern-Lernerin, Im-Garten-Zelterin, Stillesuchende, Melancholikerin, Sonnetankerin, Farbenberauscherin, Im-Regen-Tänzerin,… und mit ♥ die Frau meines Mannes…

Meine „Philosophie“ beim Fotografieren

Beim Fotografieren ist mir das Wichtigste, dass ich es mit dem Üben von Achtsamkeit verbinde. Eine achtsame Haltung beim Fotografieren einzunehmen, gilt für mich immer, ganz gleich, ob ich gezielt Fotoprojekte umsetze, vor der Haustür fotografiere, beim Wandern Makros oder Landschaftsaufnahmen mache oder ob ich Menschen fotografiere.

PusteblumeMir ist wichtig, „echte“ Fotos zu machen, in natürlichem Licht (available light) nichts oder nur wenig zu stellen. Mir ist wichtig, genau hinzusehen, mir Zeit zu nehmen, ruhig zu werden, offen zu sein bevor und während ich fotografiere, die Stimmung einzufangen. Ich finde, es muss nicht immer das Exotische sein, was besonders ist, es gibt auch hier viel zu sehen und zu entdecken – direkt vor der Haustür!

Achtsamkeit – Mindfulness

Achtsamkeit (mindfulness) ist eine ganz einfache, alltägliche Form der Meditation, bei der wir unsere Aufmerksamkeit auf den Körper, Gefühle/ Empfindungen und Gedanken richten wann und wo immer es geht. Beim Fotografieren habe ich das Gefühl, ähnlich wie in der formalen Meditation auf eine besondere Art üben zu können.wo-9-1

Achtsamkeit. Ein klarer Bewusstseinszustand. Innere und äußere Erfahrung im gegenwärtigen Moment registrieren und zulassen. Planlos, offen, wachsam sein.

Sich Zeit nehmen. Sehend im Augenblick sein. Ruhig werden, weniger reden. Seinen Fokus verändern. Lernen, zerbrochen und doch ganz zu sein. Widerstände abbauen, anerkennen, was ist. Sich ausrichten auf das, was gut ist. Eingebettet sein in ein größeres Ganzes. hbo_1233Dankbar sein.

Fotoprojekte

Regelmäßig bin ich zu Fototouren unterwegs. Oft stelle ich mir zu Beginn einer Fototour eine fotografische Aufgabe, manchmal entwickelt sich ein Schwerpunkt oder Thema während des Unterwegsseins. Es kommt auch vor, dass ich intuitiv fotografiere und hinterher schaue, ob ich ein Thema gefunden habe und stelle eine kleine Serie zusammen. Oder ich habe eine Idee, an der ich schon länger dran bin und schaue, ob ich dazu passende Motive oder Situationen finde.

Wandern

Immer wieder zieht es mich alleine oder auch mal in lieber Gesellschaft, für ein paar Stunden, einen Tag oder ein paar Tage auf Wandertouren. Worn today-2Wandern ist für mich wie das Leben und irgendwas „passiert“ beim Wandern immer:

Es geht bergauf und bergab; man kommt an Orte, die man mag oder die man nicht mag und beides geht vorbei; es gibt verschlungene Pfade; man kann Umwege gehen; man kann sich verlaufen, stolpern; manchmal braucht man Hilfe, manchmal kann man selbst jemandem helfen; man muss Hindernisse überqueren, Pausen machen; man hat ein Ziel; der Rucksack wird immer leichter je weiter man geht (bei mir zumindest, weil ich in der Regel nichts sammle, sondern das Wasser trinke und Proviant esse;-); man kommt nur schrittweise voran und muss einen Fuss vor den anderen setzen; man kann von etwas weg gehen und auf etwas zugehen; man kann mit einem tollen Ausblick für Strapazen belohnt werden; …

Gerade beim Wandern alleine habe ich schnell das Gefühl, mich „in Trance“ zu laufen und dennoch ganz wach zu sein. Die Gedanken werden immer weniger, irgendwann arbeitet nur noch der Körper und der Kopf ist frei – so als hätte ich am Anfang der Wanderung den Anfang eines Knäuels irgendwo festgebunden und als sei ich dann mit dem Knäuel in der Hand losgelaufen, so dass es sich abrollen kann.

Menschen

Auch und gerade in der Fotografie von Menschen nehme ich die Kamera in einer achtsamen Haltung in die Hand. Ich konzentriere mich darauf, ganz klar im Augenblick zu sein, stehe im Dialog mit meinem Gegenüber, verbal und nonverbal. Ich nehme eine offene Haltung ein für den Menschen vor mir, für die Umgebung und für den Menschen IN der Umgebung. Ich nehme mir Zeit, lasse mich auf den Menschen ein und versuche ein Gespür für ihn zu entwickeln. Ich versuche, nicht zu viel oder zu wenig zu reden; versuche, nicht durch Worte zu verunsichern, aber auch nicht durch fehlende Worte… Ich gebe positives Feedback und hole mir auch immer wieder Feedback ab. Das allerwichtigste ist für mich, dass sich der Mensch vor meiner Kamera mit mir im Dialog wohl fühlt!