Schwarz und weiß gibt grau

ffFotografie und Achtsamkeit. Eine Wanderung an einem grauen Herbsttag auf dem „Fachwerkweg“ hat mich dazu inspiriert auf meiner Wanderung nach Dingen Ausschau zu halten, die schwarz-weiß sind.

Das war ein ganz gutes Vorhaben, denn in einem Herbstwald finden sich nicht so viele schwarz-weiß Dinge. An diesem Tag kam mir das sehr entgegen, weil ich zwar Lust hatte zu wandern, aber nicht so motiviert war zu fotografieren. Die Kamera wollte ich aber dennoch mitnehmen… Mir selbst dann einen roten Faden zu suchen, bewahrt mich davor, „wild“ herum zu knipsen und hilft mir gleichzeitig, meine Sinne zu schärfen…

Bei diesem Thema habe ich die Kamera tatsächlich nur selten vor meinen Augen gehabt. Der Herbsttag war ruhig, grau und auf den gut 14 Kilometern bin ich nur wenigen Menschen begegnet. Kaum ein Auto habe ich gehört – streckenweise bin ich durch nahezu gespenstische Stille gewandert… nur noch meinem eigenen Atem lauschend…ff-12

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Im Leben sein

cloudysky-2Fotografie und Achtsamkeit. Seit ich intensiv fotografiere, denke ich immer mehr darüber nach, wann die Kamera mein Begleiter sein sollte und wann nicht. Gerade als ich die Kamera neu hatte, mich auch viel in die Technik „einfuchste“, hatte ich die Kamera eigentlich immer dabei. Es könnte ja sein, dass sich ein Motiv anbietet, das ich unbedingt fotografieren „muss“…

Das hat so langsam aber nicht nur meine Familie gestört sondern auch mich selbst… es war wie eine ständige „Jagd“… ich fühlte mich zunehmend als sei ich nicht mehr im Leben „drin“, sondern als jage ich Teile daraus, die ich festhalte… festhalte, um Technik zu üben, anschließend in Lightroom etwas zu entwickeln und gegebenfalls auch um etwas für einen Blogbeitrag zu haben… Wenn sich die vordatierten Blogbeiträge dem Ende zuneigten, war klar: die Kamera muss mit, ich brauch was Neues…

…ganz schön anstrengend… und eigentlich fotografiere ich doch zum Entspannen, zum Durchatmen… …

Mehr und mehr bin ich dazu übergegangen, die Kamera zu Hause zu lassen… oder sie eben mitzunehmen, aber dann weil ich fotografieren möchte, mich gezielt dem Fotografieren, Sehen, Entdecken und dem Dialog-mit-der-Welt-vor-der-Kamera widme… Wenn ich die Kamera zu Hause lasse, „fotografiere“ ich mit den Augen, mit dem Herzen… inhaliere ich das Leben…

Viola

Viola-4Foto mit Persönlichkeit. Einfach schön, wenn man mit einer Freundin auch was Anderes machen kann als Kaffeetrinken gehen😃!

Viola wollte gerne Fotos im Boho-Stil machen. Wir haben vorher ein Moodboard erstellt und ziemlich schnell gemerkt, dass wir ähnliche Vorstellungen davon hatten, in welche Richtung die Fotos gehen könnten.

Mit einem Wäschekorb voll Klamotten kam Viola nachmittags bei gutem Wetter spontan mal vorbei und es konnte endlich losgehen mit unserem gut geplantem Shooting. Das Licht war uns wohl gesonnen und die Natur ums Haus bot einfach die perfekte Kulisse…

Es ist immer wieder etwas anderes für mich, liebe gut bekannte Menschen zu fotografieren als Fremde. Am Anfang sind die Hemmungen irgendwie größer, aber wenn man dann erst mal angefangen hat, ist der Flow, in den man gemeinsam kommt, einfach nur schön… so auch an diesem Nachmittag voller Klamotten- und Ortswechsel, Jagd nach dem Licht, Warten auf den perfekten Windhauch, gestraffter Schultern und gereckter Kinns… Lachen…

Danke für die schöne gemeinsame Zeit, das Vertrauen und vor allem auch dafür, dass ich unsere Ergebnisse zeigen darf😊!

Für den aufmerksamen Beobachter: ja, ich bin meinem Monatsmotto schon wieder etwas untreu geworden, es handelt sich hier nicht um ein Bildpaar… aber ich habe die Fotos ja wenigstens in Zweiergrüppchen präsentiert😉… Das mit dem strengen „roten Faden“ übe ich noch mal wann anders😂…

Federleicht und wolkenschwer

Fotoprojekt. Diesmal habe ich zwei Bildpaare zusammengestellt. Alle Fotos stammen von einem Abendspaziergang, bei dem ich mich eigentlich nicht weiter als 300Meter von der Haustür weg bewegt habe… Es war eine wunderbare Atmosphäre… leider kann man Grillenzirpen nicht fotografieren…

New Dawn

Blick aus dem FensterFotografie und Achtsamkeit. Für eine gute Woche hatte ich es mir jetzt zur täglichen Aufgabe gemacht, jeden Morgen erst einmal die Kamera zur Hand zu nehmen und den Blick aus dem Schlafzimmer bewusst wahrzunehmen…

Am Wasserfall

am wasserfallFotografie und Achtsamkeit. Ich frage mich, wie lange er dort stehen kann, der Reiher… unbewegt… als Beobachter von Stromschnellen ohne selbst ein Teil davon zu werden… Wasser, das ruhig, nichtsahnend dahinfließt, eine unbekannte Kraft spürt, sobald es dem Fallen näher kommt, aber immer noch ruhig ist, dann tost und braust, wirbelt und plätschert, durchgewühlt wird, kein Oben, kein Unten mehr kennt, schäumt, spritzt… irgendwann wird es wieder ruhiger… irgendwann…

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Nebelmeer

nebelmeerFotografie und Achtsamkeit. Der morgendliche Blick aus dem Schlafzimmerfenster lässt mich durchatmen, mit einem tiefen Gefühl von Dankbarkeit und Zufriedenheit in den Tag starten. Ich liebe dieses Nebelmeer, das sich oft in dieser Talmulde zeigt. Um diese Jahreszeit immer wieder öfter… Ich kann nicht anders: vor meiner morgendlichen Routine muss ich die Kamera holen, das Fenster öffnen und das Nebelmeer bannen, kurz noch an nichts denken, ganz im Hier und Jetzt sein… … Vielleicht sollte ich das mal jeden Morgen tun;-)… …

Reflection

spiegelungFotografie. Auch im Urlaub kann man ja als Fotograf nicht einfach „nur so“ fotografieren;-)… So hatte ich auch dort Aufgaben der Dogwood Challenge im Kopf, die gerade für mich noch anstanden… In diesem Beitrag möchte ich die erste von drei Aufgaben präsentieren:

Das obige Foto zeigt die Umsetzung der Aufgabe „Landscape: Reflection“. „Find a way to show your landscape/natural beauty in reflection. The mirror world revealed.“

In den nächsten Tagen folgen noch direkt zwei weitere Aufgaben…

 

Fülle

Fotografie und Achtsamkeit. An der kleinen Seebrücke – windig und rau, trotz Hochsommer pfeift der Wind mir um die Ohren… die kleine Seebrücke tanzt auf den rollenden Wellen der Flut… beruhigend… in der Ferne vereinzelt die Silhouette von Schiffen… der Versuch, die Wellen cremig zu fotografieren ist wie eine Meditation… alles löst sich auf in Geräuschen von Wellen, Wind und Seevögeln… seebrückeEmsige Hummeln am Klee auf der Deichwiese, entferntes Blöken von Schafen… salzige, frische Seeluft… windzerzauste, wenige Spaziergänger…

Eigentlich gibt es hier nicht viel außer Weite, Gezeiten und Wind… und dennoch fühle ich mich angefüllt, zufrieden und kein bisschen leer… … …