Am Flussufer

Mein kleiner Beitrag zu den Magischen Mottos von paleica in diesem Monat… Mehr Eindruck als Foto, mehr Ruhe als Bewegung…

HBO_5325Achtsamkeit. Jede Sekunde bietet sich am Flussufer ein neues Bild, ein neues Lied. Nicht wirklich sichtbar, nicht direkt hörbar. Der Strom klingt erst mal immer gleich, die Stromschnellen sehen gleich aus. Verweilt man am Flussufer und lässt sich verzaubern, dann unterscheidet sich jede Sekunde irgendwann deutlich von der vorherigen. Die Stromschnellen scheinen ihren Klang von Sekunde zu Sekunde zu ändern, aus dem gleichförmigen Rauschen werden einzelne Töne. Das Schäumen der Schnellen verändert seine Form und es bietet sich von Sekunde zu Sekunde ein anderes Wasser-Wesen.HBO_5326Zeit zum Durchatmen…

Noch mehr Verbinden

Fotografie und Achtsamkeit. Mit dem Makro durch den Frühlingsgarten finde ich noch mehr Verbindungen… Immer wieder entdecke ich Pflanzenfiguren und -gebilde, die mich an etwas in der Tier- oder Menschenwelt erinnern.

Ein Baby, das im Tragegurt an seine Mama geschmiegt in die Welt blicken kann… HBO_6016Ein Schmetterling…HBO_5991

Verbinden

Fotoprojekt. Schon die dritte Woche der Fastenzeit und meiner täglichen Spaziergänge und wöchentlichen Fotoaktion ist vorbei… Hier das Ergebnis der Woche:HBO_6053Ich liebe Weinbergschnecken und die Form ihrer Häuser. In meinem Garten finde ich sowohl bewohnte als auch unbewohnte zuhauf und kann sie immer mit Hingabe fotografieren. Bei einem Frühlingsgang durch den Garten habe ich wieder mal etliche – leider unbewohnte – Häuschen gefunden und konnte nicht widerstehen… Spiralen haben eine ganz besondere Kraft und Ästhetik…

Die Spirale ist ein uraltes Symbol, die Spirale steht für die Schöpfung. Sie verbindet den Makrokosmos (Galaxien, Spiralnebel, Weg der Planeten,…) mit dem Mikrokosmos (Muscheln, Schnecken, Spinnennetz, Wasser- und Windbewegungen, Fruchtstand von Pflanzen, DNS-Moleküle,…). Spiralförmig verläuft auch unsere geistige Entwicklung, wir schwingen mal in die Mitte, mal ins Außen. Wir finden sie in der Natur, im Körper und in der Kunst. Die Spirale gilt als Symbol für die Einheit von Natur und Geist.

Steffi von Sunflowersdarling hat auch einen Beitrag zu „verbinden“. In der vierten Fastenwoche möchte ich die Überschrift „seinlassen“ fotografisch umsetzen.

„See the bigger picture“ 3

Fotoprojekt. Diesmal stellte Christina die neue Aufgabe vor. Sie zog die Karte A38 – Geschwindigkeit einfrieren aus dem Kartenspiel „See the bigger picture“. Meine zweite Karte habe ich wie immer zufällig gezogen und es war die W03 – Linien/ Diagonalen. Also hieß es für mich: ein Foto, auf dem ich Geschwindigkeit einfriere, muss her und es müssen Linien/ Diagonalen erkennbar sein.

Ich brauchte nur auf Regen zu warten und schon konnte es losgehen…

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Diesmal bin ich an der Reihe damit, die nächste Aufgabe zu stellen. Karten also gut mischen, schön ausbreiten und ziehen… Tatatataaaaa… es ist die Karte A10 – Freistellen eines Objektes. Die Aufgabe lautet: „Stelle ein beliebiges Motiv frei, indem der Hintergrund sehr unscharf abgebildet wird.“

Meinen Projektpartnerinnen wünsche ich viel Spaß mit der neuen Aufgabe. Ich bin schon sehr gespannt, welche zweite Karte ihr zieht. Die Beiträge von Beate, Birgit und Christina könnt ihr hier bewundern:

Wer das Kartenspiel auch zu Hause hat und mitmachen möchte, kann dies natürlich gerne tun😃! Bitte verlinkt euren Beitrag dann unter den Kommentaren. Die Beiträge zum neuen Thema erscheinen bei uns allen immer am 15. eines Monats um 8:00Uhr. Die kompletten Spielregeln könnt ihr hier nachlesen.

Selbstversuchen

Fotoprojekt. Die Überschriften der Fastenaktion von Andere Zeiten e.V. möchte ich fotografisch umsetzen… Hier das Ergebnis der zweiten Woche: HBO_5959

Selbstversuchen statt Googeln… Vor ein paar Wochen hatten wir 14 Tage lang Besuch aus China. Viel haben wir gelernt – über China, über unseren Gast, über Deutsch als Fremdsprache und über uns selbst. Kraniche, die ich sehr liebe, gelten in China als „Vogel des Glücks“. Es hat sich so ergeben, dass wir einmal in der Küche standen, während wir darauf warteten, dass der Reis gar wurde und einen Kranich falteten. In China gilt es als großes Geschenk, jemandem zum Geburtstag viele gefaltete Kraniche zu schenken oder sie als Mobile aneinandergereiht aufzuhängen.

Selbstversuchen statt Googeln… Ich wollte mir unbedingt merken, wie ein Kranich gefaltet wird, habe noch einen einzigen geübt, während unser Besuch da war, dann hatte sich das Thema Origami-Kranich auch wieder erledigt. Die gefalteten Kraniche standen bisher in der Küche im Regal, von Tag zu Tag unbeachteter. Wie man einen faltet, hatte ich natürlich schon wieder vergessen.

Selbstversuchen statt Googeln… Wenn wir etwas nicht wissen, googeln wir schnell… für das Foto hatte ich mir ganz bewusst als Experiment vorgenommen, einmal nicht zu googeln, sondern selber zu überlegen, zu tüfteln, zu experimentieren, mich zu erinnern, wie das noch mal war mit dem Falten. Über eine Stunde habe ich mich nun mit buntem Origami-Papier beschäftigt und den Kranichen. Es war wirklich eine Geduldsprobe, herauszufinden, wie er gefaltet wird…

Selbstversuchen statt Googeln… was habe ich heute gemacht? Habe ich über eine Stunde verschwendet, um ein Foto von ein paar gefalteten Kranichen machen zu können? Wäre alles schneller gewesen, wenn ich nach der Faltanleitung gegoogelt hätte…

Selbstversuchen statt Googeln… aber was habe ich dabei heute auch „erlebt“? Ich habe über eine Stunde hochkonzentriert im Garten am Tisch gesessen, die Frühlingssonne scheint mir auf den Kopf, die Vögel zwitschern, der Hahn von nebenan kräht, die Schäfchen blöken, meine Bienen summen, der erste Zitronenfalter ist vorbeigeflattert, leichter Wind weht, meinen Rücken halte ich noch mit einer Fleece-Decke warm… meine Hände gleiten über das quadratische Papier, drehen und wenden es, formen die Spitzen sorgfältig aus… ich freue mich, dass ich selbst herausgefunden habe, wie gefaltet wird… wahrscheinlich werde ich es so schnell nicht wieder vergessen… und natürlich wird dann auf der Wiese liegend gruppiert, drapiert, hin- und hergedreht, fotografiert… ich bin ganz im Einklang mit mir und der Welt…

Selbstversuchen statt Googeln… Kinder haben ganz schnell irgendwann den Drang alles selbst zu versuchen… Man darf bei nichts mehr helfen, sie wollen alles alleine machen… Wann verlieren wir das Selbstversuchen?

Steffi von Sunflowersdarling hat auch einen Beitrag zu „selbstversuchen“. In der dritten Fastenwoche soll die Überschrift „verbinden“ fotografisch umgesetzt werden.

Neugieren

Fotoprojekt. Die Überschriften der Fastenaktion von Andere Zeiten e.V. wollen fotografisch umgesetzt werden…

Neugieren – da ist etwas neu, da ist jemand neugierig, da ist die Gier nach etwas Neuem. Das Wort „Gier“ soll hier gar nicht negativ besetzt sein, sondern eher als „Hunger“… Hunger nach dem Neuwerden, sich Erneuern… nach dem neuen Leben… 

Die Tulpen haben die Mäuler weit aufgerissen. Gierig danach zu erwachen, zu wachsen, zu blühen… zu leben.

Auch der Mensch verspürt den Hunger, die Gier danach, neu zu sein… in neuem Kleid… 

 

Steffi von Sunflowersdarling hat auch einen Beitrag zu „neugieren“. In der zweiten Fastenwoche soll die Überschrift „selbstversuchen“ fotografisch umgesetzt werden.

Er kommt wieder…

HBO_5701…der Frühling!

Achtsamkeit. Den Ruf der rückkehrenden Kraniche hören; die Sonne im Gesicht spüren; die Augen schließen und ihre Kraft durch die geschlossenen Lider spüren; nur noch eine leichte Jacke tragen; das umgepflügte Feld riechen;…

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Reduktion

hbo_5393Fotografie. Inspiriert von der aktuellen Aufgabe der Playdates habe ich mich mit der Reduktion in der Fotografie beschäftigt. Auch bei Robert Mertens habe ich dazu wieder nachgelesen und mir Anregungen geholt. Bei dem Thema Reduktion steht schnell die „Farbe“ Weiß im Mittelpunkt. Da ich eigentlich eher der „Dunkeltyp“ bin, habe ich auch mit Schwarz zum Thema Reduktion experimentiert. Weiß ist aber einfach anders und auf seine Art besonders.

Robert Mertens fragt in seinem Buch „Der eigene Blick“, was Weiß sei. „Ist es eine Farbe, eine Nichtfarbe oder die Möglichkeit, sich zu einer Farbe zu entwickeln? (…) Oder ist Weiß gleichbedeutend mit Stille und Leere (…)?“

Ich fand es sehr spannend, dass es schwer ist, wirklich Weiß zu fotografieren. Es scheint sich oft eine Farbe daraus entwickeln zu wollen. Was mir thematisch und inhaltlich sehr gut gefällt ist, dass ein Foto mit großem Weißanteil Ruhe ausstrahlt und Stille. Ein Foto mit großem Schwarzanteil ist für meinen Geschmack nicht so ruhig, da entsteht trotz ähnlichem Aufbau mehr Spannung.

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