Im Tunnel

ffFoto mit Persönlichkeit. Auf meiner letzten Wanderung stand ich irgendwann vor dem Eingang eines Tunnels… es führte kein Weg daran vorbei, wenn ich nicht umkehren wollte.

Einen halben Kilometer lang geht es durch den Berg durch den ehemaligen Eisenbahntunnel. Der eigene Schritt hallt durch den menschenleeren Tunnel.

Irgendwie hat man ganz schnell ein mulmiges Gefühl… von Enge… von Verfolgtwerden… von unwissentlich Nicht-allein-Sein… das Rauschen des strömenden Regens dringt auf beiden Seiten sachte in den Tunnel ein… ein leichter Wind fängt sich immer mal wieder in den Haaren…

Vielen lieben Dank, Kristina, für das Ausharren in der Kälte – immerhin sind wir trocken geblieben😘!

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Schwarz und weiß gibt grau

ffFotografie und Achtsamkeit. Eine Wanderung an einem grauen Herbsttag auf dem „Fachwerkweg“ hat mich dazu inspiriert auf meiner Wanderung nach Dingen Ausschau zu halten, die schwarz-weiß sind.

Das war ein ganz gutes Vorhaben, denn in einem Herbstwald finden sich nicht so viele schwarz-weiß Dinge. An diesem Tag kam mir das sehr entgegen, weil ich zwar Lust hatte zu wandern, aber nicht so motiviert war zu fotografieren. Die Kamera wollte ich aber dennoch mitnehmen… Mir selbst dann einen roten Faden zu suchen, bewahrt mich davor, „wild“ herum zu knipsen und hilft mir gleichzeitig, meine Sinne zu schärfen…

Bei diesem Thema habe ich die Kamera tatsächlich nur selten vor meinen Augen gehabt. Der Herbsttag war ruhig, grau und auf den gut 14 Kilometern bin ich nur wenigen Menschen begegnet. Kaum ein Auto habe ich gehört – streckenweise bin ich durch nahezu gespenstische Stille gewandert… nur noch meinem eigenen Atem lauschend…ff-12

Es war einmal…

mystery-blogger-award-logo

…die Nominierung für einen BlogAward😁… Nun ja, erst mal möchte ich mich natürlich bei Lady Evil bedanken, dass sie mich nominiert und an mich gedacht hat: Danke😃! Der Award wurde von Okoto Enigma erschaffen und es geht darum, Blogs zu zeigen, die man inspirierend oder faszinierend findet.

Die Regeln 

  • Stelle das Logo in deinen Blog.
  • Liste die Regeln auf.
  • Danke der Person, die dich nominiert hat, und füge einen Link zu ihrem Blog hinzu.
  • Nenne die Urheberin des Awards und füge ebenfalls einen Link hinzu.
  • Erzähle den Lesern drei Dinge über dich.
  • Nominiere 10 bis 20 Personen.
  • Informiere die Nominierten, indem du in ihrem Blog kommentierst.
  • Stelle den Nominierten fünf Fragen deiner Wahl; eine davon sollte seltsam oder lustig sein.
  • Teile einen Link zu deinen besten Posts.

Drei Dinge über mich

Eins: Ich bin gern draußen.

Zwei: Ich habe vor ein paar Minuten einen s/w Film in eine Olympus Pen EE eingelegt und freu mich wie bolle damit zu fotografieren!

Drei: Ich habe mir als Kind immer vorgestellt, dass meine Familie Rudi Carell für mich organisiert mit „Lass dich überraschen“ (ist aber nie passiert😂).

Die fünf Fragen von Lady Evil:

Was fasziniert dich im Moment am meisten? Novembernebel

Was bringt dich zum Lachen? Situationskomik

Hast du einmal einen kleinen roten Punkt auf der Wange gehabt? Mit Sicherheit!

Womit kann man dir IMMER eine Freude machen? Mich zum Essen einladen…

Was bedeutet dir Musik? Ich mag Stille, einfach gar nichts hören… Musik aber auch;-)…

Ich nominiere

Die Reihenfolge der genannten Blogs hat nichts mit der Reihenfolge meiner Wertschätzung zu tun – diese Blogs besuche ich immer wieder gerne und finde sie alle sehr inspirierend!

Kuhnograph

Oliver Kess

Markus Mehring

Jetamele

AlleAugenblicke

Zweitliebefotografie

Patricia Stein

Radelnder Uhu

Annette Mertens

naturaufdembalkon

Ich hätte sehr gerne auch Reinhold Staden Photography nominiert, aber Reinhold hat ausdrücklich einen „AwardFreeBlog“;-)… Trotzdem möchte ich ihn hier nennen, weil er einfach fantastische Fotos macht!

Es muss natürlich keiner mitmachen;-)…

Meine 5 Fragen an euch:

Wie lange hast du überlegt, ob du mitmachst oder nicht?

Warum machst du hier doch mit?

Früher Vogel oder Nachteule?

Welche Schuhgröße hast du?

Welche Farbe hat deine Zahnbürste?

Meine besten Beiträge:

Mein 100. Beitrag und Was bedeutet der „.“?… zumindest von den „Likes“ her…

Part III: Being relaxed

Sandra-20Foto mit Persönlichkeit. Und wie das bei Shootings eben ist: irgendwann wird man immer entspannter, das Zusammenspiel gerät immer mehr in einen Flow, jeder weiß gut, was der andere von ihm möchte…

Vor und hinter der Kamera verteilt sich die Energie irgendwann gleichmäßig, man kommt in einen Flow aus Vorschlägen, Drauf-Eingehen, Anbieten… auf beiden Seiten…

Dass in der Halle, vor der wir fotografiert haben, gerade auch noch Soundcheck für eine anstehende Party war und der Tontechniker „Who wants to live forever“ durch die Anlage jagte, hat das ganze Setting insgesamt sehr atmosphärisch gemacht…

Danke noch einmal, liebe Sandra, für diesen fotomäßig ergiebigen Nachmittag, aber auch für die gemeinsame, wirklich schöne Zeit😊!

Part II: Being Ready

Sandra-7Foto mit Persönlichkeit. Nachdem es uns gelungen war, Fotos zu machen, die Weichheit und Verletzlichkeit zeigen, konnten wir „stärker“ werden;-)…

Manchmal kommen Worte so aus mir heraus und es ist gar nicht schwer, Texte zu meinen Fotos zu schreiben… diesmal fällt mir zu den Fotos nicht viel (eigener) Text ein… stattdessen kommt mir eine Liedzeile in den Sinn… immer und immer wieder…

The train is always on time, the trick is to be ready to put your bags down…

(Adam Cohen, „Put your bags down“)

Part I: Being Lost

SandraFoto mit Persönlichkeit. Diesmal habe ich eine langjährige, liebe Kollegin vor der Kamera gehabt. Sandra war offen für meine Ideen, so dass ich eine kleine Fotoserie – in drei Teilen – erstellen konnte und dafür bin ich sehr dankbar!

Was mich am meisten gefreut hat, ist, dass Sandra sich für unser Foto-Experiment komplett abgeschminkt hat. In meinen Augen ist sie eine bildhübsche Frau, die kein oder nicht viel Make-Up braucht. Ich bin kein Schmink-Gegner, aber manchmal ist eben „nude“ auch spannend;-)… Ich war sehr berührt, dass sie mir die Möglichkeit gegeben hat, sie ein wenig davon zu überzeugen und dass sie den Mut hatte, sich ihrer eigenen kritischen Betrachtung zu stellen…

Wieder einmal habe ich großen Respekt davor, sich vor eine Kamera zu stellen und sich (neu) zu entdecken und zu zeigen… Vielen Dank😘!

Im Leben sein

cloudysky-2Fotografie und Achtsamkeit. Seit ich intensiv fotografiere, denke ich immer mehr darüber nach, wann die Kamera mein Begleiter sein sollte und wann nicht. Gerade als ich die Kamera neu hatte, mich auch viel in die Technik „einfuchste“, hatte ich die Kamera eigentlich immer dabei. Es könnte ja sein, dass sich ein Motiv anbietet, das ich unbedingt fotografieren „muss“…

Das hat so langsam aber nicht nur meine Familie gestört sondern auch mich selbst… es war wie eine ständige „Jagd“… ich fühlte mich zunehmend als sei ich nicht mehr im Leben „drin“, sondern als jage ich Teile daraus, die ich festhalte… festhalte, um Technik zu üben, anschließend in Lightroom etwas zu entwickeln und gegebenfalls auch um etwas für einen Blogbeitrag zu haben… Wenn sich die vordatierten Blogbeiträge dem Ende zuneigten, war klar: die Kamera muss mit, ich brauch was Neues…

…ganz schön anstrengend… und eigentlich fotografiere ich doch zum Entspannen, zum Durchatmen… …

Mehr und mehr bin ich dazu übergegangen, die Kamera zu Hause zu lassen… oder sie eben mitzunehmen, aber dann weil ich fotografieren möchte, mich gezielt dem Fotografieren, Sehen, Entdecken und dem Dialog-mit-der-Welt-vor-der-Kamera widme… Wenn ich die Kamera zu Hause lasse, „fotografiere“ ich mit den Augen, mit dem Herzen… inhaliere ich das Leben…

Andreas

Andreas-6Foto mit Persönlichkeit. Schon länger wollte ich gerne auch mal einen (fremden) Mann fotografieren. Das ist einfach anders als eine Frau vor der Kamera zu haben: das Posen, die Perspektiven, die Interaktion. Die Möglichkeit, Ecken und Kanten herauszuarbeiten…

Von Andreas als Mensch, war ich direkt nach etwas Recherche im Internet fasziniert. Man findet viel über ihn und es fügt sich ein interssantes Bild zusammen, das die „Live-Version“ nur bestätigt;-).

Andreas ist MMA-Fighter (aktueller Schwergewichtschampion der German MMA Championship) und Diplom-Sozialpädagoge. MMA-Fighter (bei Mixed Martial Arts wird ohne Handschuhe, Schuhe und Helm in einem Käfig gekämpft und es werden Techniken sämtlicher Kampfsportarten gemischt) ist er vielen Vorurteilen ausgesetzt. Er genießt es dann, sich als studierter Mann zu „entpuppen“ und auch noch als Pädagoge. Für ihn steht das jedoch nicht in einem Widerspruch… und wenn man ihn kennenlernt, versteht man das…

Andreas ist ein bärtiger Hüne, eine Ausnahmeerscheinung – an unserem Shooting-Tag sogar noch mit Veilchen. Als Fighter hatte ich ihn mir etwas furchteinflößend vorgestellt und mich innerlich zum Shooting-Treffen auch ganz groß gemacht😂. Er kann sicherlich  auch furchteinflößend sein… muss er aber nicht;-). Er ist ein Mann der Gegensätze, eine imposante Erscheinung, jemand, der Ruhe, Gelassenheit, Herzlichkeit und ein gesundes Selbstbewusstsein ausstrahlt, jemand, der weiß, was er will, jemand, der etwas aus Überzeugung tut, für etwas brennt… eine wirkliche Persönlichkeit.

Ich bin zwar kein MMA-Fighter, kein Mann, kein Sportler, kein Sozialpädagoge, kein Hundebesitzer, kein Playstation-Zocker, kein Model, aber in ganz vielem von dem, was Andreas verkörpert, sehe ich wieder auch mich selbst … so wie immer, wenn ich mit Herz fotografiere;-)… …

Lichtgeschenk

WeddingFotografie und Achtsamkeit. Das erste Mal habe ich recht „herzlos“ fotografiert. Bei einem Workshop, mit dem ich mich auf meine erste anstehende Hochzeit vorbereiten wollte, ging das Fotografieren des bestellten Paares eher sehr sachlich, nüchtern und unemotional vonstatten. Das bin ich sonst nicht gewohnt und ich habe einmal mehr gemerkt, wie wichtig mir die Menschen vor meiner Kamera sind, wie wertvoll und wie gerne ich ihnen meine Zeit und volle Aufmerksamkeit schenke… Hier war das Fotografieren logischerweise „Fließbandarbeit“ und jeder Teilnehmer hatte nur wenig Zeit… aber das Licht war einfach ein Geschenk😊… Wedding-2