Abstraktion

Das Thema zu den Magischen Mottos 2017 musste ich mir richtig erarbeiten, da ich mich mit abstrakter Fotografie bisher noch nicht auseinandergesetzt hatte. Das hat richtig Spaß gemacht und mir eine neue Dimension der Fotografie eröffnet – vielen Dank, Christina, für die Anregung☺️!

Bei Robert Mertens bin ich fündig geworden, um mich kurz und knapp in das Thema einzuarbeiten. Er schreibt, „in der Abstraktion geht es darum, die Realität zu verlassen und sich dem Spiel der Formen, Farben und Strukturen zu widmen, um so ein neues – ein abstrahierendes – Bild zu erzeugen und dadurch etwas vorher so nicht Sichtbares sichtbar werden zu lassen. (…)“ Er schreibt, abstrakte Bilder müssten erst entschlüsselt werden und „dafür ist ein zweiter und dritter Blick erforderlich, und je nach Motiv entstehen neue, eigene Gedanken und Assoziationen, für die der Betrachter sich allerdings öffnen muss.“ Abstrakte Fotos bräuchten aktive Betrachter. „Jedes abstrakte Werk wird dadurch – je nach Betrachter – immer wieder eine veränderte Wirkung entfalten.“

Er stellt als abstrakte Arbeitsweisen vor: Fotos auf ihre grafischen Elemente herunter zu brechen, das Chaos zum zentralen Motiv zu machen, unscharf oder überbelichtet zu fotografieren, ganz nah ans Motiv heranzugehen oder mehrfach zu belichten.

Das Ergebnis vieler Versuche und Ideen sind zwei Serien, bei denen ich immer zwei Arbeitsweisen umgesetzt habe, die mich gerade sowieso beschäftigen: die Überbelichtung und die Doppelbelichtung. Mehr möchte ich zu den beiden Serien nicht sagen, da ich ja auf „aktive Betrachter“ hoffe😉…

 

Kulinarisch wandern

hbo_4472Wandern. Die letzte Etappe, eine der längsten und anstrengendsten des Natursteigs bin ich ein paar Tage vor Silvester gegangen. Diese Etappe unterschied sich grundlegend von den anderen Etappen: mein Mann und Freunde haben mich begleitet und es war die kulinarischste, lustigste, unterhaltsamste Etappe, die ich gelaufen bin😊.

Ein schöner, würdiger Abschluss meines Jahresprojekts😉… Danke für eure Begleitung!hbo_4507

Lichtspiele

hbo_3400Fotografie und Wandern. Auf meiner vorletzten Etappe des Natursteig Sieg hatte ich mir vorgenommen, schwierige Lichtsituationen zu fotografieren. Das Licht war dafür perfekt, denn es war gleißendes Sonnenlicht im Spätherbst. Dabei kam mir erstaunlicherweise das Experimentieren mit dem HDR-Modus zugute, denn so manche Lichtsituation ließ sich damit interessant lösen…

„See the bigger picture“ 1

hbo_4596Beate hat die erste Aufgabe für unser Projekt „See the bigger picture“ ausgesucht. Die erste Karte A15 stellte uns die Aufgabe:

„Wechsle die Perspektive und fotografiere ein Objekt, wie es aus deiner Perspektive normalerweise nicht gesehen wird. Oder: Suche ein Objekt, das bei genauer Betrachtung interessante Formen zeigt…“

Jede von uns zog zusätzlich zu der Themenkarte noch eine Bildgestaltungs-Karte. Bei mir war es die Karte W05, die mich auffordert: „Wähle für dein Foto einen niedrigen Kamerastandort und richte sie nach schräg oben aus. …“

Ok, das hieß für mich: ein Alltagsgegenstand aus der Froschperspektive. Zunächst fand ich das gar nicht so einfach, denn auf der ersten Karte wird empfohlen evtl. sogar ein Makro-Objektiv zu verwenden, auf der zweiten natürlich Weitwinkel… Ich hatte das Gefühl, ich komme unter nichts so weit drunter, dass ich es wirklich aus Froschperspektive fotografieren kann oder dass es interessant aussieht… Und welches Objektiv sollte ich nun wirklich wählen? Makro für Froschperspektive? Weitwinkel für Details? …hbo_4603

Aber wie das eben so ist: über solchen Aufgaben muss man eine Weile „brüten“. Beim Schneeschieben hatte ich dann unseren Besen in der Hand und weil Fotografieren mindestens genau so viel Spaß macht wie Schneeschieben, habe ich mich mal an meine Aufgabe gemacht. Schwupp, den Besen auf ein Mäuerchen gestellt, ich ab in den Schnee und Objektive und Perspektiven ausprobieren. Das 50mm war wieder mal der Favorit: die leichte Verfremdung durch Details-Zeigen aus der Froschperspektive war so ohne Makro möglich…

Was die anderen Projektteilnehmerinnen aus der ersten Aufgabe gemacht haben, könnt ihr sehen, wenn ihr hier das jeweilige Bild anklickt.

Schneemann☃️

hbo_4851Dem Aufruf von Cindy (Sonntagsknipser) bin ich doch gerne mal nachgekommen☺️… Wer noch?

Achtsamkeit. Ich wusste gar nicht mehr, wie viel Geduld man braucht, damit die Kugel überhaupt erst mal so fest ist, dass sie beim Weiterrollen wirklich wächst. Es hat Spaß gemacht, in dem Schnee, der ja eigentlich gar nicht meins ist, für eine Weile wieder Kind sein zu können; zu fühlen, wie der Schnee beim Agieren über den offen liegenden Rand des etwas zu großen Fausthandschuhs und zwischen Jackenärmel auf die bloße Haut kommt und in den Handschuh rieselt, wie der Schal feucht wird vom eigenen Atem, wie die Füße in kalten, nassen Schuhen stecken, wie der Schnee knirscht beim Rollen der wachsenden Kugel… und wie sich ein zufriedenes Lächeln auf dem Gesicht breit macht😊…

 

High Dynamic Range

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Fotografie. Auf meiner 9.Etappe des Natursteig Sieg habe ich viel mit dem HDR-Modus meiner Kamera experimentiert. HDR ist ja so eine gefürchtete Sache, weil man damit ganz schön fiese Sachen anrichten kann… Habe ich auch, aber für ein paar Fotos fand ich den Modus doch ganz gut… Aber ich glaube eins braucht man auf jeden Fall, damit er wirkt: Wolken😉…

(R)Ausschau

hbo_4704Fotografie. Angeregt durch den Austausch mit Annett (Winterlicht) habe ich mich mal mit meiner Kamera und den Möglichkeiten der Mehrfach-/ Doppelbelichtung auseinandergesetzt. Es erfordert einige Übung, Motive übereinander zu legen, die zusammen wirken. Die Suche danach macht Spaß und schult das Auge einmal mehr.

Ich bin ja eigentlich Fan von eher unterbelichteten Fotos (gewesen😉), hier habe ich aber mal recht stark überbelichtet und damit gespielt.

Und ich freu mich wieder einmal über das Bloggen, die Kontakte, die dadurch entstehen, das, was ich dadurch alles über Fotografie dazu lerne, das Experimentieren und bin wieder mal entzückt darüber, wie spannend Fotografieren ist😊.

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Seinen Geist leeren

 

hbo_4644Achtsamkeit. Der Winter ist oft die Jahreszeit, in der es mehr als sonst gelingt, sich der Achtsamkeitspraxis zuzuwenden und diese durch regelmäßiges Meditieren zu vertiefen. Da lag es nahe, auch mal das Buch von T.A.Hoffmann „Fotografie als Meditation“ zu lesen.

"Meditation und Fotografie haben mehr gemeinsam als man im ersten Moment glaubt: beides ist auf den gegenwärtigen Moment bezogen, beides erfordert einen höchsten Grad an Aufmerksamkeit, beides gelingt am besten, wenn der Geist leer und unvoreingenommen ist." (T.A.Hoffmann)