Bienenwiese

Bienenwiese-3Fotografie und Achtsamkeit. Es kann noch so viele spannende Fotoprojekte geben, wenn ich abends durch den Garten streife mit der Kamera, bleibt das mit das (Ent)Spannendste, was mir die Fotografie bieten kann… Bekanntes genau betrachten, neu entdecken…

Statt Staudenbeeten haben wir Bienenwiesen… abends schließen sich die Blumenkelche… ruhen aus… tagsüber alles „wild“, ungezähmt… voller Gesumm, Gebrumm und Schmetterlings-Geflatter… bunt… Grillenzirpen… voller Leben… …

 

„See the bigger picture“ 7

lauraFotoprojekt. Die Karte A27 – Balance in Kombination mit der Karte W07 – Symmetrie hat sich zunächst ganz einfach angehört. Bei der Suche nach möglichen Motiven fand ich aber irgendwie alles zu langweilig, was mir einfiel oder vor die Linse huschte… bis zu einem Shooting mit meiner Schwägerin, wobei es eigentlich um ihr neues Smart Wheel und ihre neuen Outdoor-Reifen ging, von denen der Anbieter „molab“ Fotos brauchte. Das Shooting war alles andere als langweilig! Wo hier auf dem Beitragsbild die „Balance“ zu finden ist, ist klar;-)… … gestalterisch sehe ich die Symmetrie in den Linien vom Rollstuhl und der kleinen Mauer der Kanurutsche mit dem SmartWheel als gemeinsamen Punkt, auf den sie zulaufen…

Das SmartWheel und die Outdoor-Reifen ermöglichen Rollstuhlfahrern besser am Leben outdoor teilzunehmen… egal, ob sie selber fahren oder mal zum Beispiel ihren Partner als „Heckantrieb“ nutzen;-)…

Danke Laura und Olaf für den lustigen, schönen Tag und all die Experimente, auf die ihr beide euch eingelassen habt! Ich bewundere Lauras Mut und Vertrauen und auch ihre unsagbare Geduld bei meinen Bemühungen das fiese Mittagslicht in den Griff zu bekommen!

Was die anderen drei Projektteilnehmerinnen gemacht haben, seht ihr hier:

Wer das Kartenspiel auch zu Hause hat und mitmachen möchte, kann dies natürlich gerne tun😃! Bitte verlinkt euren Beitrag dann unter den Kommentaren. Die Beiträge zum neuen Thema erscheinen bei uns allen immer am 15. eines Monats um 8:00Uhr. Die kompletten Spielregeln könnt ihr hier nachlesen.

Für die nächste Spielrunde habe ich die Karte A28 – Verflossene Zeit gezogen. Mal sehen, was da jede draus macht…

Workshop Hochformat

Hoch-5Fotografie. Meist tendiere ich dazu, genau wie viele andere Fotografen, im Querformat zu fotografieren. Durch das Buch von Robert Mertens angeregt, habe ich bewusst nun ein paar Wochen lang darauf geachtet, die Kamera auch immer mal wieder zu drehen und zu schauen, wie das gewählte Motiv im Hochformat aussieht. Nicht nur bei den hier gezeigten Fotos mache ich das jetzt öfter…

Immer wieder mal gut, sich bewusst einer Aufgabe zu widmen;-)…

Frau mit Hut

Anja-15Fotografie. Es war superheiß und ich dachte schon, Anja würde vielleicht absagen, weil bei so einer Hitze niemand vor der Kamera stehen möchte… Aber diese kleine zierliche Frau ist robust und hatte einfach Lust auf ein Fototreffen!

Wir hatten uns eine kleine „Story“ überlegt. Im dichten Wald ließ es sich einigermaßen aushalten. Die zahlreichen Mücken-Angriffe konnten Anja auch nicht aus der Ruhe bringen. Wir waren wie in einer „Kugel“ wie Anja einmal sagte… gefühlt ganz abgeschottet von der Welt, in völliger Ruhe…

Das Licht war auf einer höher gelegenen Wiese eigentlich noch nicht weich genug, die Sonne stand einfach noch zu hoch, aber auch das ließ sich gut bewältigen… Und Anja war aufgeschlossen für ein kleines Experiment mit Wasser;-)…

Anja wechselt mit einer Ruhe und Sanftheit ihre Posen, wartet geduldig auf Objektivwechsel und die Bitte einfach mal so zu verharren wie sie gerade ist, dass man sich kaum vorstellen kann, dass sie im „wahren Leben“ auf dem Bau arbeitet und dabei ein ganz anderes Temperament an den Tag legen muss…

Ein Dankeschön an Anja für dieses wirklich nette Treffen, für die Geduld und Ausdauer bei den Temperaturen!☀️

Don’t!

Fotoprojekt. In meinem Beitrag zu den Magischen Mottos von paleica habe ich mal in den „Fehlern“ geschwelgt: Unschärfe, Überbelichtung und „falscher“ Weißabgleich…

Aber was sind das eigentlich für „Regeln“ mit der Belichtung und der Schärfe und dem Weißabgleich?

Macht nicht jeder, der irgendwann den Automatikmodus verlässt und gerne mal ein bisschen „experimentiert“ genau diese „Fehler“ oder provoziert sie (wie z.B. Nylonsöckchen vor dem Objektiv), um einfach mal was anderes zu machen, um kreativ zu sein… ?

Geruch der Kindheit

milch-6Fotodokumentation. Wenn es allen Nutztieren so gut ginge wie den Kühen hier auf einem nahegelegenen Bauernhof, der hauptsächlich Milchkühe hat… … und freundliche Hunde… … … und supernette Landwirte, die einen immer herzlich willkommen heißen…

Mit „Hey, Mädels!“ werden die Kühe hier in die Melkstraße gerufen. Auf ihrem Weg dort hin kommen sie an einer Bürste vorbei, an der sie sich erst noch bei Bedarf den Rücken schubbern können. Ruhig, geduldig und friedlich stehen sie dann da beim Melken, ihre Euter voll, aber nicht bis zum Bersten prall gefüllt; nach dem Melken werden die Euter eingerieben, damit sie nicht wund werden; die Kälbchen werden mit der Milch ihrer Mütter versorgt, auch wenn sie natürlich nicht bei ihnen sind… der Bulle hat einen Namen, viele der Kühe auch. Wenn alle 70 Kühe gemolken sind, geht es raus auf die Weide, gegen Abend kommen sie von alleine zurück in den Stall… Die Augen des Bauern leuchten, seine Erzählungen über seine Arbeit sind voller Begeisterung und Leidenschaft… …

Der Geruch im Stall, die Geräusche – alles riecht nach Erinnerung an eine Kindheit draußen, im Stall und voller Abenteuer… …

Black and white

Fotoprojekt. Die zweite Aufgabe zu dem Bereich „Landscape“ in der Dogwood Challenge lautet:

„Look for a scene with great contrast that will make a great black and white.“

Hier habe ich einfach an einem sonnigen Samstag im Liegestuhl den Himmel beobachtet und immer mal wieder zur Kamera gegriffen…

bwlandscape

 

„See the bigger picture“ 6

WespenköniginFotoprojekt. Die Karte A36 – Durch Glas fotografieren hat Birgit „gezogen“ (oder hat sie wohl ein kleines bisschen gemogelt?😜) Die Aufgabe: „Fotografiere durch eine Glasfläche ein oder mehrere Motive.“ Dazu habe ich die Karte W04 – Motive rahmen gezogen (nicht gemogelt!😁). Die Aufgabe dort hieß: „Rahme das Hauptmotiv in deinem Foto.“

Mein erster Impuls war – wie Birgit ja unüberhörbar angedeutet hat;-) – die Glaskugel, aber die kann ein paar Beiträge später noch mal „bewundert“ werden;-)… denn ich hatte fotogenen „Besuch“ im Glas und habe mich kurz nach Themeneröffnung dem gewidmet… Hier habe ich also nicht nur durch Glas fotografiert, sondern das Hauptmotiv gleichzeitig auch damit gerahmt… eine Vignette gibt dann ihr Übriges dazu…

Die Wespe war übrigens ziemlich groß, äußerst friedlich und hat sich ziemlich entspannt einfangen und befreien lassen… eine Königin ist etwa 20mm groß; ich nehme an, dass es eine war auf der Suche nach einem Platz für ihr Nest…

Wespen haben einen schlechten Ruf, dass aber auch sie wichtige Pflanzenbestäuber sind, genauso wie Bienen, wird oft übersehen. Ebenso kümmern sie sich um Schädlinge – erbeuten z.B. Fliegen – und machen sich aufgrund dessen, dass sie Aas fressen, als Umweltpolizei nützlich. (Und wer so eine Taille hat, ist ja auch noch äußerst fotogen;-)…

So, und die nächste Karte zieht wieder Christina.

Was die anderen Projektteilnehmerinnen gemacht haben, seht ihr hier:

Wer das Kartenspiel auch zu Hause hat und mitmachen möchte, kann dies natürlich gerne tun😃! Bitte verlinkt euren Beitrag dann unter den Kommentaren. Die Beiträge zum neuen Thema erscheinen bei uns allen immer am 15. eines Monats um 8:00Uhr. Die kompletten Spielregeln könnt ihr hier nachlesen.

 

5 Dinge

5dinge-4Fotografie und Achtsamkeit. Ohne Idee, aber mit Lust zu fotografieren, bin ich abends losgegangen. Eine schwarze Feder am Straßenrand „lachte“ mich an, ich steckte sie in meine Fototasche und dachte: da mach ich noch was draus… Mein Mann sagt immer, es sei eine indianische Weisheit, dass Federn auf dem Weg einem sagen wollen:“Hier bist du richtig…“ Ich habe nie recherchiert, ob das stimmt, aber ich finde den Gedanken schön…5dinge-3Kurz danach „lachte“ mich die Blüte einer Heckenrose am Wegesrand an und ich hatte mein heutiges Thema: 5 Dinge sollten es werden, die mich heute finden, die meinen Weg kreuzen und die ich nach meinem Spaziergang fotografieren wollte… 5dingeNicht suchend, aber in einer offenen Haltung ging ich weiter auf dem geteerten Weg. Am Wegesrand Steine, die im Abendlicht fast unmerklich glitzerten. Ein Stein war es dann, den musste ich aufheben… er fühlte sich erstaunlich warm an und ich drehte ihn lange in meinen Händen, staunend – kenne ich doch Steine und weiß, wie sie sich anfühlen… aber irgendwie überraschte mich diese Wärme… 5dinge-2Ich fühlte mich wie ein Kind auf Schatzsuche und dennoch nicht suchend. Offen, mit einem Anfängergeist, entdeckend. Im Frieden mit mir und der Welt um mich herum. Wenn es nicht 5 Dinge sein sollten, dann eben nicht – es würde sich schon fügen…5dingeAber irgendwie lag immer etwas direkt vor meinen Füßen… eine Dreierkombination Tannenzapfen… kurz danach wehte eine heftige Windböe durch die Bäume, ein einziges Blatt segelte über die Straße und landete genau vor meinen Füßen… Es fühlte sich richtig samtig an und ich staunte wieder einmal über das, was ich eigentlich zu kennen glaube und jetzt doch überrascht über seine haptische Beschaffenheit in Händen hielt…

Was wir manchmal alles finden, wenn wir eigentlich nicht suchen, sondern bloß offen sind… …